„Brasilien ohne Elend“ reduziert extreme Armut von Familien

29.05.2012 | Politik |

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Das von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff vor einem Jahr ins Leben gerufene Programm „Brasilien ohne Elend“ (Brasil sem Miséria) scheint seine Wirkung zu entfalten. Dies jedenfalls zeigt eine erste Auswertung durch die Regierung, die die Präsidentin gestern vorgestellt hat. Ziel des Programms war es, Familien zu identifizieren, die einen Anspruch auf den Bezug von staatlicher Grundsicherung im Rahmen der Familienhilfe (Bolsa Familiar) hatten, diesen aber aus verschiedenen Gründen nicht nutzten und so der Armut verhaftet blieben. Das Programm hat im ersten Jahr seiner Laufzeit bereits 700.000 Familien durch die aktive Suche ausfindig machen und in den Bezug von staatlicher Grundsicherung bringen können.

Die aktive staatliche Suche nach Leistungsempfängern ist ein neuer Ansatz in der Armutsbekämpfung und dieser scheint im brasilianischen Fall erfolgsversprechend. Gleiche Bilanz zieht auch die Präsidentin Dilma Rousseff, die betonte, dass man nicht aufhören werde noch weiter nach solchen Familien zu suchen, die bezugsberechtigt sind, diese staatliche Hilfe aber bisher nicht in Anspruch nehmen. Vor allem die extreme Armut will die brasilianische Regierung damit weiter bekämpfen.

Da vor allem auch Familien mit Kleinkindern von extremer Armut betroffen sind, hatte die Regierung Mitte Mai ein zusätzliches Programm im Rahmen von Brasil sem Miséria vorgestellt, das vor allem Familien mit Kleinkindern in extremer Armut helfen soll. Im Rahmen des Programms „Aktion liebevolles Brasilien“ (Ação Brasil Carinhoso) erhält jede Familie mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren für jedes Familienmitglied einen Betrag von 70 Reais (rund 27,51 Euro) zusätzlich. (mas)


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