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Gestern (03.10.) äußerte sich die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff darüber, dass 73.000 Familien bis 2014 vom Sozialprogramm „Grünes Stipendium“ (Bolsa Verde) profitieren werden. Das Programm ist in den Plan „Brasilien ohne Elend“ (Plano Brasil Sem Miséria) integriert und wurde in der letzten Woche in Manaus (Bundesstaat Amazonas) gesetzlich festgelegt.

Das Sozialprogramm richte sich an brasilianische Extraktivisten, von der Sammelwirtschaft lebende Waldbewohner des Amazonasgebiets. Der sogenannte Extraktivist müsse einen Vertrag zur Erhaltung des Waldes, in dem er lebt und arbeitet, unterschreiben. Alle drei Monate erhalte er dann 300 Reais (rund 120 Euro), so Rousseff, was einen monatlichen Betrag von 100 Reais (etwa 40 Euro) ergibt.

Im wöchentlichen Treffen „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) äußerte sich Rousseff, dass das „Grüne Stipendium“ eine Art Brücke zwischen Verfügungstellung von Geldern und Umweltschutz schlage und dass es somit möglich sei, dass Brasilien weiterhin und stetig wachse.

Laut der Präsidentin sollen für den Monat September 3.500 Familien die Unterstützung erhalten. Bis zum Jahresende werden es ca. 15.000 Familien sein. Die Streitkräfte seien dabei behilflich, Familien ausfindig zu machen, die in schwer zugängigen Gebieten im Norden Brasiliens leben.

Während des Treffens sprach Rousseff außerdem über ihren Besuch in Europa, der zum Ziel habe, die Zusammenarbeit der Länder Brasilien, Belgien, Bulgarien und Türkei zu stärken. (ds)