Logo zum Programm Bolsa Verde / Copyright: Brasilianische Regierung

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Gestern (17.10.), am Welttag der Armutsbekämpfung, wurde die Verabschiedung des Gesetztes für das „Grüne Stipendium“ (Bolsa Verde) durch die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bekanntgegeben. Das Gesetz wird durch das Programm zur Unterstützung des Umweltschutzes ins Leben gerufen, auch „Grünes Stipendium“ genannt, und ist ein Teil des Programms Brasilien ohne Elend (Brasil sem Miséria).

Durch das „Grüne Stipendium“ werden pro Quartal extrem armen Familien, die im Einklang mit der Natur leben und diese somit schützen, 300 Reais (rund 123 Euro) zur Verfügung gestellt. Ziel sei es, den Umweltschutz mit der Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Personen und das Erhöhen der Einkommen zu verbinden.

Die Familien müssen beim Umweltministerium registriert sein und dem Programm zur Unterstützung des Umweltschutzes, das einen umweltgerechten Verhaltenskatalog enthält, mittels Unterschrift beitreten. Die Gelder werden innerhalb von zwei Jahren an die Familien transferiert, mit einer Möglichkeit zur Verlängerung des Zeitraums.

Das Gesetz zum Umweltschutz visiere Waldgebiete und Naturreservate an, die durch verschiedenste Projekte des Nationalen Instituts für Kolonisierung und Agrarreform (Instituto Nacional de Colonização e Reforma Agrária, kurz: INCRA) unterstützt werden. Des Weiteren werden Gebiete einbezogen, in denen Uferbewohner, Extraktivsten (von der Sammelwirtschaft lebende Personen) sowie die indigene Bevölkerung leben. (ds)