Energieerzeuger in Brasilien versuchen sich mit einstweiligen Verfügungen zu schützen, um keine Strafe wegen Vertragsbruch zu zahlen. / Copyright: Wikimedia Commons, Juliana
Energieerzeuger in Brasilien versuchen sich mit einstweiligen Verfügungen zu schützen, um keine Strafe wegen Vertragsbruch zu zahlen. / Copyright: Wikimedia Commons, Juliana

Energieerzeuger in Brasilien versuchen sich mit einstweiligen Verfügungen zu schützen, um keine Strafe wegen Vertragsbruch zu zahlen. / Copyright: Wikimedia Commons, Juliana

In einer Erhebung hat der brasilianische Verband der Stromversorger (Abradee) zusätzliche Kosten von 10,8 Milliarden Reais für die Strombranche festgestellt. Gründe sind demnach Verspätungen oder nicht fertiggestellte Bauarbeiten für Projekte vor allem auf Seiten der Stromerzeuger. Die Geldsumme errechnet sich laut Verband aus dem Zeitraum von Januar 2013 bis Dezember 2014.

Dem Präsidenten von Abradee Nelson Leite zufolge schützen sich die Erzeuger mit einstweiligen Verfügungen, um nicht die Kosten für die fehlende Energie im System zahlen zu müssen. Nun komme es auf die Entscheidung des Gerichts an, dabei bestehe das Risiko, dass am Ende die Kosten den Verbrauchern auferlegt werden könnten.

Laut Leite strebt der Verband Maßnahmen an, um die Verfügungen, die heute die Erzeuger schützen, die nicht die vereinbarte Energie liefern können, zu kippen. Zudem sagte der Präsident, dass es in einigen Fällen zu einer Einigung kommen könnte.

„Allerdings ist es möglich, dass Erzeuger sich mit einem speziellen Antrag von ihrer Verantwortung befreien wollen.“ Diesen Schritt hätten in der Vergangenheit schon einige Erzeuger unternommen, um so keine Strafe zahlen zu müssen. Übliche Begründen für verspätete Bauarbeiten seien etwa, dass die Mitarbeiter in Streik getreten seien oder es Probleme mit den Lizenzen gegeben habe. (ls)

Quelle: Agência Brasil