Am gestrigen Internationalen Tag der Kämpfe gegen die Fußball-WM zogen in ganz Brasilien wieder Menschen auf die Straße, so auch in Rio de Janeiro / Copyright: Agência Brasil
Am gestrigen Internationalen Tag der Kämpfe gegen die Fußball-WM zogen in ganz Brasilien wieder Menschen auf die Straße, so auch in Rio de Janeiro / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Internationalen Tag der Kämpfe gegen die Fußball-WM zogen in ganz Brasilien wieder Menschen auf die Straße, so auch in Rio de Janeiro. / Copyright: Agência Brasil

Am gestrigen Tag fanden in Brasilien wieder zahlreiche Demonstrationen im ganzen Land statt, es war der „15M“ (15. März), der sogenannten Internationale Tag der Kämpfe gegen die Fußball-WM. Die hohen Ausgaben für das bevorstehende Event war der Hauptgrund der erneuten Demonstrationen. Außerdem machten die teilnehmenden Gruppen Forderungen zur Verbesserung ihrer persönlichen Lebenssituation.

In São Paulo gingen beispielsweise rund 5.000 Menschen auf die Straße, darunter Lehrer, die einen Bonus zu ihrem Gehalt, die berufliche Entwicklung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen forderten. Organisiert wurde dieser Protest von der Gewerkschaft für Bildung der Gemeinden SIMPEEM. Es nahmen auch politische Parteien und soziale Bewegungen teil.

In der Hauptstadt Brasília kamen 200 Menschen zusammen, die in Verbindung mit dem Volkskomitee der WM, der Obdachlosenarbeiterbewegung MTST, mit den Gewerkschaften und politischen Parteien stehen, um die Bevölkerung auf die hohen Kosten für die Fußball-WM aufmerksam zu machen sowie auf Menschenrechtsverletzungen bei den Vorbereitungen auf die Sportveranstaltung. Auch in Rio de Janeiro protestierten rund 1.000 Demonstranten gegen die Verletzung der Menschenrechte. Begleitet wurde der Marsch von Vertretern des Bildungswesens, die sich derzeit im Streik befinden.

Der Minister des Generalsekretariats der Präsidentin, Gilberto Carvalho, äußerte sich zu den Demonstrationen, dass diese vielmehr eine Art seien, Forderungen zu stellen, was völlig legitim und natürlich sei. Die Demonstrationen hätten seiner Meinung nach weniger mit der Fußball-WM zu tun. Auch der Sportminister Aldo Rebelo glaubt, dass der Fokus nicht auf der Sportveranstaltung liegt, sondern eher auf der sozialen Komponente. (ds)