Der Comic-Autor Ziraldo Alves Pinto wird auf der 16. internationalen Buchmesse in Rio de Janeiro geehrt / Copyright: Agência Brasil
Der Comic-Autor Ziraldo Alves Pinto wird auf der 16. internationalen Buchmesse in Rio de Janeiro geehrt / Copyright: Agência Brasil

Der Comic-Autor Ziraldo Alves Pinto wird auf der 16. internationalen Buchmesse in Rio de Janeiro geehrt / Copyright: Agência Brasil

Gestern wurde die 16. internationale Buchmesse (16ª Bienal Internacional do Livro) in Rio de Janeiro in Westen der Stadt eröffnet, die bereits seit 30 Jahren stattfindet. In den nächsten elf Tagen erwarten 950 Aussteller ca. 600.000 Besucher und rechnen mit 2,5 Millionen verkauften Büchern. Auf dem Programm stehen Veranstaltungen mit 200 brasilianischen und 26 ausländischen Buchautoren, 100 Debatten und rund 1.000 Bucherscheinungen. In diesem Jahr ist es die größte Messe in seiner Entstehungsgeschichte.

Auch die Kulturministerin Marta Suplicy bekundete, dass die Größe der Messe das Interesse der Brasilianer an Kultur widerspiegeln würde. „Im letzten Jahr kamen 600.000 Besucher und 76 Prozent davon kauften Bücher, das heißt im Durchschnitt 5,5 Bücher pro Person. Wir haben festgestellt, dass viele mehr Bücher lesen wollen, dass sie einen Hunger nach Wissen und Kultur haben.“ Die Ministerin bat außerdem um die Unterstützung der Buchhandlungen zur Verteilung des sogenannten Kulturgutscheins, durch den ab Oktober Bürger mit einem monatlichen Einkommen bis zu fünf Mindestlöhnen 50 Reais für den Bücherkauf erhalten.

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass die Messe Fokus auf Deutschland legt, das mit einem Stand auf 400 m² Literatur und seine Autoren auf Portugiesisch und Deutsch vorstellen kann. Auch hier sollen Gespräche mit deutschen Autoren stattfinden.

Eine weitere Neuerung ist in diesem Jahr ein spezieller Stand, an dem das Thema Fußball präsentiert wird, sowie ein Bereich, der Kindern und Jugendlichen gewidmet ist. Dort finden sich beispielsweise die Comics des brasilianischen Buchautors Ziraldo Alves Pinto. Dieser sprach sich bei der Eröffnung der Veranstaltung dazu aus, dass Brasilien mehr Leser brauche und dass das Lesen bereits bei den Kindern anfange. (ds)