Das Bauprogramm unterstützt finanziell schwache Familien / Copyright: S. Georg
Das Bauprogramm unterstützt finanziell schwache Familien / Copyright: S. Georg

Finanziell schwache Gemeinden sollen ihre Straßen ausbessern können / Copyright: J. Schulte

Brasiliens Regierung will zu der Verbesserung des Straßennetzes beitragen und hat zu diesem Zweck in den vergangenen Tagen beschlossen bis Mai nächsten Jahres rund 18.000 Maschinen für den Straßenbau an Gemeinden zu verteilen, die weniger als 50.000 Einwohner haben und deren Straßen aufgrund von Unwetterschäden oder Trockenheit in einem maroden Zustand sind. Insgesamt haben 1.440 Gemeinden im Nordosten bei der Verteilung der Maschinen Priorität. Die langanhaltende Trockenheit macht diesen Städten und den Straßen in der Region besonders zu schaffen.

Bislang wurden bereits 7,600 Maschinen an Städte verteilt. Darunter Planierraupen und Bagger. Insgesamt werden die 18.000 Baumaschinen die Regierung 5 Milliarden Reais (rund 1,67 Milliarden Euro) kosten. Finanziert werden die Maschinen zu 100 Prozent von der Regierung in Brasília. Außerdem stammten die Maschinen alle aus brasilianischer Produktion, sodass zusätzlich inländische Produktionszweige unterstützt und stimuliert wurden.

Langfristig werde sich die Investition auszahlen, versichert Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, den Gemeinden die Möglichkeit zu geben, ihre Straßen auszubessern und damit alltägliche Probleme zu bekämpfen, werde ihnen ihre Selbstständigkeit zurückgeben.

Die Maschinen würden in den Gemeinden vor allem dazu genutzt, Schlaglöcher und kleinere Straßenschäden auszubessern. Außerdem könnten Bürgersteige gebaut werden, die wiederum zur Sicherheit der Fußgänger beitragen würden. Ein weiterer positiver Effekt sei die Generierung von Arbeitsplätzen bei den Straßenbauarbeiten. Durch die Abgabe der Maschinen an die Gemeinden könnten diese selbst Leute einstellen. Dies sei deutlich effektiver als die Entsendung von Bauarbeitern aus etablierten Großunternehmen. (sg)