Die Analphabetenrate sank in Brasilien im vergangenen Jahr / Copyright: Agência Brasil
Die Analphabetenrate sank in Brasilien im vergangenen Jahr / Copyright: Agência Brasil

Die Analphabetenrate in Brasilien ist im vergangenen Jahr gesunken. / Copyright: Agência Brasil

Laut neuester Haushaltsstudie PNAD (Pesquisa Nacional por Amostra de Domicílios) ist im Jahr 2013 die Analphabetenrate von Personen über 15 Jahren in Brasilien um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Rate befindet sich aber immer noch bei 13 Millionen Analphabeten, was 8,3 Prozent der Bevölkerung ausmacht. Die Studie wurde am Donnerstag (18.09.) vom brasilianischen Institut für Geografie und Statistik IBGE (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística) veröffentlicht.

Zwischen 2004, als zum ersten Mal die Landbevölkerung des Nordens Brasiliens mit in die Studie aufgenommen wurde, und der aktuellen Untersuchung gab es einen Rückgang von 3,2 Prozentpunkten, von 11,5 Prozent auf 8,3 Prozent. Zwischen 2012 und 2013 belief sich der Rückgang der Analphabeten auf 297.700 Menschen im Land. Laut IBGE ist die Mehrheit der Analphabeten Frauen (50,6 Prozent) und lebt im Südosten (56,2 Prozent), im Süden (55,2 Prozent) und im mittleren Westen (50,5 Prozent). Im Norden und Nordosten dagegen sind Männer mit jeweils 53,2 und 52,1 Prozent in der Mehrheit.

Im Hinblick auf das Alter zeigt sich, dass es bei Personen über 60 Jahren mehr Analphabeten gibt als bei jüngeren. Bei den Brasilianern unter 30 Jahren lag die Rate 2013 bei nur drei Prozent. Bei Personen zwischen 40 und 59 Jahren erreicht der Wert 9,2 Prozent. Der geringste Wert ließ sich mit einem Prozent in der Gruppe von 15 bis 19 Jahren feststellen. Laut Angaben der Leiterin der Studie, Maria Lucia Vieira, sei dieser Unterschied zwischen den Altersklassen damit zu begründen, dass es schwerer ist, die ältere Bevölkerung für Alphabetisierungsprogramme zu gewinnen. (ds)