Im vergangenen Jahr stiegen die Immobilienkredite in Brasilien erheblich  / Copyright. Wikipedia, Creative Commons, J. Carvalho
Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Immobilienkredite in Brasilien erheblich  / Copyright. Wikipedia, Creative Commons, J. Carvalho

Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Immobilienkredite in Brasilien erheblich. / Copyright. Wikipedia, Creative Commons, J. Carvalho

Laut neuster Studie des Brasilianischen Verbands für Immobilienkredite ABECIP (Associação Brasileira das Entidades de Crédito Imobiliário e Poupança) wurden im vergangenen Jahr mehr als 500.000 Immobilien finanziert. Die Immobilienkredite erreichten einen Rekordwert von 109,2 Milliarden Reais, das sind 32 Prozent mehr als im Vorjahr 2012. Die Kredite und Darlehen wurden im Rahmen des Brasilianischen Systems für Darlehen SBPE (Sistema Brasileiro de Poupança e Empréstimo) vergeben.

Die meisten Auszahlungen (76,9 Milliarden Reais) richteten sich an den Kauf von Eigenhäusern, die Nachfrage ist hier um 41 Prozent angestiegen. Rund ein Drittel der Gesamtsumme (32,2 Milliarden Reais) bezieht sich auf die Kosten für den Bau von Immobilien, ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der finanzierten Einheiten im Verlauf des Jahres 2013 stieg um 17 Prozent und erreichte den Wert von 529.800.

Das steigende Angebot steht in direkter Verbindung zu dem Nettozufluss der Sparkonten, der auch einen Höchstwert von 54,3 Milliarden Reais verzeichnete beziehungsweise einen Anstieg von 46 Prozent im Vergleich zu 2012. Der Leiter der ABECIP Octávio de Lazari Júnior erklärte dieses positive Ergebnis mit dem Aufrechterhalten von Arbeitsplätzen und Einkommen sowie der sinkenden Zahlungsunfähigkeit der Bevölkerung, mit einem stärkeren Verbrauchervertrauen und Krediten mit niedrigeren Zinssätzen.

Auch in den kommenden fünf Jahren soll sich das Angebot an Immobilienkrediten verdoppeln und von aktuell 8,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 15 Prozent steigen. Der ABECIP erwartet für 2014 einen Anstieg der Auszahlungen zwischen 15 und 20 Prozent. (ds)