Die öffentlichen Banken tragen seit 1999 wieder zu mehr als 50 Prozent zur Kreditvergabe bei.. / Copyright: Agência Brasil
Der Mindestlohn soll in Brasilien nächstes Jahr um 6,12 Prozent steigen  / Copyright: Agência Brasil

Der Mindestlohn soll in Brasilien nächstes Jahr um 6,12 Prozent steigen / Copyright: Agência Brasil

Durch das neue Gesetzesprojekt für Budgetrichtlinien des Jahres 2014 LDO (Projeto da Lei de Diretrizes Orçamentária), was gestern (15.04.) von der Exekutive an den brasilianischen Nationalkongress gesendet wurde, soll das Mindestgehalt im kommenden Jahr auf 719,48 Reais (ca. 274,7 Euro) steigen. Das bedeute eine Anhebung von 6,12 Prozent im Vergleich zum aktuellen Wert.

Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass der Endbetrag des Mindestgehalts noch höher ausfällt, da er von der Regierung noch einmal laut der gesetzlich festgelegten Formel geprüft werden kann. Bis 2015 ergibt sich die jährliche Erhöhung aus dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) der vorherigen zwei Jahre und der Inflation der letzten zwölf Monate vor der Angleichung, die sich aus dem Nationalen Verbraucherpreisindex INPC (Índice Nacional de Preços ao Consumidor) ergibt.

Im Gesetzesprojekt rechne man auch mit einem Anstieg des BIP um 4,5 Prozent im folgenden Jahr sowie mit einer Inflationsrate von 4,5 Prozent durch den Verbraucherpreisindex IPCA (Índice Nacional de Preços ao Consumidor Amplo). Trotz der Aussicht darauf, dass die brasilianische Zentralbank den Basiszinssatz in der nächsten Versammlung mit dem geldpolitischen Komitee COPOM (Comitê de Política Monetária) wieder angleichen werde, glaube man an eine Aufrechterhaltung des Basiszinssatzes SELIC bei 7,25 Prozent in den nächsten drei Jahren, das heißt bis Ende 2016. (ds)