Bessere Ergebnisse in der Agrarindustrie könnten durch den Ausbau der Infrastruktur erzielt werden / Copyright: Agência Brasil
Bessere Ergebnisse in der Agrarindustrie könnten durch den Ausbau der Infrastruktur erzielt werden / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Agrarindustrie braucht eine bessere Infrastruktur. / Copyright: Agência Brasil

Nach Einschätzung der Wirtschaftsexpertin Daniela Rocha vom brasilianischen Wirtschaftsinstitut der Getúlio-Vargas-Stiftung stellt für die Agrarindustrie die schlechte Infrastruktur eine der größten Herausforderung dar. Während sich die Produktion dank technischem Fortschritt erhöht habe, gebe es aber immer noch Probleme beim Transport der Produkte. Dem Nationalen Versorgungsverband zufolge wird die Ernte in diesem Jahr weiter ansteigen. Man rechnet mit zehn Prozent beim Sojaanbau und mit fünf Prozent beim Getreide. Nur der Maisanbau soll um drei Prozent zurückgehen.

Anstatt direkt in den Ausbau der Autobahnen zu investieren, müsse sich die Regierung zuerst auf die Neuorganisation der Transportwege konzentrieren, wie Autobahnen/Wasserwege oder Wasserwege/Schienentransport. Derzeit würde der Transport vor allem über die Autobahnen laufen. Mit einer Verbesserung der Häfen könne man beispielsweise auf alternative Transportwege ausweichen, so Rocha. Durch eine Kombination verschiedener Wege sei nicht nur die Verringerung der Transportdauer möglich, sondern auch die Einsparung von Kosten.

Der Leiter der Nationalen Landwirtschaftsgesellschaft (Sociedade Nacional de Agricultura) Antonio Alvarenga teilt die Meinung Rochas und fügt hinzu, dass ein weiteres Problem bei der Lagerung der Ernten läge. Denn es gäbe zu wenig Lagerhallen. Hierfür gäbe es allerdings schon ein Regierungsprogramm für Finanzierungen mit niedrigeren Zinssätzen, damit neue Lagerhallen leichter und schneller gebaut werden können. Außerdem sei die Abgrenzung der indigenen Gebiete problematisch. Die Regierung arbeite daran, die Konflikte zwischen Landwirten und indigenen Völkern zu lösen. (ds)