Im vorigen investierte die brasilianische Industriesektors größer / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Alt-n-Anela
Im vorigen investierte die brasilianische Industriesektors größer / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Alt-n-Anela

Im vorigen Jahr waren die Investitionen des brasilianischen Industriesektors höher. / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Alt-n-Anela

In diesem Jahr wird die brasilianische Industrie weniger investieren als zuvor. Dies ergab eine Studie der Nationalen Vereinigung der Industrie  (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI), die gestern (28.01.) veröffentlicht wurde. Lediglich 78,1 Prozent der brasilianischen Industrieunternehmen werden in diesem Jahr Investitionen tätigen, während es im vergangenen Jahr noch 83 Prozent waren. Damit ist der niedrigste Wert seit 2010 erreicht.

Rund 55,8 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie in diesem Jahr Investitionen tätigen werden, um bereits laufende Projekte weiter zu finanzieren. Lediglich 37,6 Prozent der Firmen werden 2014 neue Projekte initiieren. Mit ihren Investitionen beabsichtigen knapp 79 Prozent der Unternehmen, ihre Stellung auf dem brasilianischen Markt zu verbessern. Nur 3,6 Prozent fokussieren sich auf den ausländischen Markt. Über die Hälfte der gesamten Investitionen stemmen die Unternehmen mit eigenen Mitteln, das übrige Geld wird aus Fremdfinanzierung oder staatlichen Programmen entnommen.

Flávio Castelo Branco, Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik der CNI, bedauert die Ergebnisse der Studie. Die niedrigen Werte kämen dadurch zustande, da die meisten Unternehmen, rund 82,9 Prozent, ihre Investition als ausreichend ansähen und aus diesem Grund kein weiteres Geld investieren möchten, erklärte er. Trotz der Studienergebnisse solle man jedoch die Entwicklungen des Jahres abwarten. Staatliche Investitionen in die Infrastruktur könnten entgegen der Erwartungen zu steigenden Investitionen der Industrieunternehmen führen. (sg)