Familienlandwirte erhalten in der kommenden Ernteperiode insgesamt 24,1 Milliarden. Reais / Copyright: Agência Brasil
Familienlandwirte erhalten in der kommenden Ernteperiode insgesamt 24,1 Milliarden Reais / Copyright: Agência Brasil

Familienlandwirte erhalten in der kommenden Ernteperiode insgesamt 24,1 Milliarden Reais / Copyright: Agência Brasil

Durch den neuen Ernteplan für die Familienlandwirtschaft (Plano Safra da Agricultura Familiar) 2014/2015 wird die brasilianische Regierung den Familienlandwirtschaftsbetrieben 24,1 Milliarden für Investitionen und laufende Kosten zur Verfügung stellen, ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zur letzten Ernteperiode. Dies sollte ursprünglich erst am kommenden Montag bekanntgegeben werden, wurde aber vom Minister für landwirtschaftliche Entwicklung, Miguel Rossetto, nach seiner gestrigen Versammlung mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff vorgezogen. Die Zahl beinhalte allerdings nicht die Finanzen für Kreditlinien, diese sollen erst am Montag veröffentlicht werden. Zusätzlich wolle die Regierung weitere Maßnahmen für diese Betriebe bekanntgeben.

Auf der Sitzung waren auch Vertreter des Nationalen Verbands der Landarbeiter CONTAG (Confederação Nacional dos Trabalhadores na Agricultura) anwesend. Ein weiterer Punkt war die Unterzeichnung einer Verordnung durch das Ministerium und durch die Generalstaatsanwaltschaft. Die Verordnung ermöglicht, dass von der Regierung konfiszierte Böden und Böden von Schuldnern für die Landwirtschaftsreform genutzt werden. Dadurch können die inaktiven Böden bald für die Produktion eingesetzt werden, so Rossetto.

Alberto Broch, Leiter des CONTAG, kommentierte zwar, dass diese Maßnahme noch nicht ausreichend sei, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, es sei allerdings ein Fortschritt im Prozess der Landwirtschaftsreform. (ds)