In der dritten Juliwoche verzeichnet Brasilien ein Handelsdefizit  / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Agência CNT
Der Hafen von Santos, der größte Hafen Brasiliens und ein wichtiges Handelszentrum des Landes / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Agência CNT

Der Hafen von Santos, der größte Hafen Brasiliens und ein wichtiges Handelszentrum des Landes. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência CNT

Der brasilianische Minister des Hafensekretariats, Antonio Henrique Silveira, hat am vergangenen Dienstag (10.06.) mitgeteilt, dass die Regierung bis zum Jahresende den Bau von 42 privaten Häfen im Land genehmigen will. Silveira nahm an einer öffentlichen Anhörung teil, bei der die Verzögerungen bei Lizensierungen für Häfen im privaten Sektor und für die nationale Hafenpolitik thematisiert wurden.

Laut Angaben des Ministers werden die Investitionen in private Terminals einen Wert von 5,2 Milliarden Reais (ca. 1,72 Milliarden Euro) erreichen. Zudem würden die neuen Terminals  zusammen mit den bereits im Dezember 2013 ausgeschriebenen 22 Terminals eine logistische Kapazität erreichen, die dem Hafen von Santos gleichkommt. Der Hafen von Santos, der im Bundesstaat São Paulo liegt, ist einer der Haupthäfen und gleichzeitig der größte Hafen Brasiliens sowie nach Warenumschlag auch der größte Lateinamerikas. Er stellt ein wichtiges Handelszentrum für Rohstoffe und Waren für die Stadt und den Bundesstaat São Paulo dar.

Silveira sprach außerdem darüber, dass die Regierung derzeit über die Wiederherstellung des wirtschaftlichen und finanziellen Gleichgewichts der bestehenden Hafenverträge spreche. Damit könnte der Investitionswert auf 8,3 Milliarden Reais (rund 2,76 Milliarden Euro) ansteigen. (ds)