Marco Maia, Präsident des Gewerkschaftsverbandes / Copyright: Agência Brasil

Marco Maia, Präsident des Abgeordnetenhauses / Copyright: Agência Brasil

Marco Maia, Präsident des Abgeordnetenhauses, versicherte gestern (09.08.), eine Abgeordnetenkommission einzuberufen, um über den Vorschlag zu verhandeln, die 44-Stunden-Arbeitswoche auf 40 Stunden zu senken. In dieser Kommission werden Abgeordnete vertreten sein, die mit den Gewerkschaften der Arbeitnehmer und -geber in Verbindung stünden. Die Kommission solle bis Ende des Monats geschaffen werden.

Paulo Pereira da Silva, Präsident des Gewerkschaftsverbandes (Força Sindical) hatte sich zuvor dafür eingesetzt, dass die Reduzierung der Arbeitswoche im Abgeordnetenhaus debattiert würde. Man brauche 308 Stimmen, um diese Maßnahme zu verwirklichen. Pereira sprach sich positiv über die Entscheidung Maias aus, einen Verhandlungstisch einberufen zu wollen. Des Weiteren würde sich Maia in der nächsten Woche mit Verantwortlichen des Unternehmenssektors treffen, um über die Vorgehensweise zu sprechen.

Maia bekundete, dass von Seiten des Abgeordnetenhauses Einverständnis zur Reduzierung der Arbeitswoche gegeben sei. Er sehe allerdings eine langsame Verringerung von einer Stunde pro halben Jahr als eher realistisch an, als eine sofortige Senkung auf 40 Stunden. Maia betonte, dass man seitens des Abgeordnetenhauses mit Verhandlungsspielraum rechnen könne, was für eine Einigung mit dem Arbeitgebersektor von großer Bedeutung sei. (ds)