Das Interesse deutscher Unternehmen an Brasilien ist sehr hoch / Copyright: Germany Trade & Invest
Kleinere deutsche Unternehmen sind mit ihren Investitionen in Brasilien vorsichtiger geworden / Copyright: Germany Trade & Invest

Kleinere deutsche Unternehmen sind mit ihren Investitionen in Brasilien vorsichtiger geworden / Copyright: Germany Trade & Invest

Laut Einschätzungen von Germany Trade & Invest würden rund 50 deutsche Firmen pro Jahr nach Brasilien gehen. Oliver Döhne, Vertreter von Germany Trade & Invest in Brasilien, merkte an, dass die bereits ansässigen Unternehmen weiterhin ihre Pläne umsetzen, während kleinere Unternehmen eher vorsichtig seien, da das Image Brasiliens sich international etwas verschlechtert hätte. Grund dafür seien zwei Faktoren: Zum einen würde die Wirtschaft des Landes nicht mehr als sieben Prozent pro Jahr wachsen, zum anderen müsse man als Unternehmer einige Erfahrungen aufweisen, um seine Firma in Brasilien erfolgreich führen zu können.

Für deutsche Unternehmen seien Investitionen in das Sanitärwesen und in erneuerbare Energien am attraktivsten. „Die Regierung investiert verstärkt in diesen Bereich, um neue Partnerschaften einzugehen und die Nachfrage nach einem besseren Sanitärwesen ist sehr groß“, so Döhne.  Des Weiteren bestünde Interesse an der Erdöl- und Erdgasindustrie. „Die Pre-Sal-Schicht hat in Deutschland großes Interesse geweckt, vor allem auch was den Bau von Schiffen und Plattformen betrifft sowie die Entwicklung neuer Technologien, um Erdöl und Erdgas in der Tiefsee zu produzieren. Dazu braucht man Innovationen und in diesem Bereich haben wir große Stärken.“

Auf dem Brasilien-Deutschland-Seminar äußerte sich Thomas Kunze des Unternehmens Roland Berger dazu, dass man derzeit zwar stark in Innovationen investiere, dieses aber noch ausbaufähig sei und die Industrie wettbewerbsfähiger werden müsse. Auch der Vizepräsident von Siemens Brasil, Ronald Duscha, betonte, dass man Technologien entwickeln müsse, die es in Deutschland noch nicht gibt. (ds)