In der ersten Ausschreibung sollen Hafengebiete im Norden Brasiliens vergeben werden. / Copyright: Wikimedia Commons, Claus Bunks

Bis 2016 will Brasilien 93 Hafengebiete im gesamten Land verpachten, um die Fracht von Gütern zu verbessern. Am 9. Dezember soll die erste Ausschreibung stattfinden, wie der Minister des Sekretariats für Häfen, Helder Barbalho, ankündigte. Die Ausschreibung werden dabei in zwei Phasen unterteilt sein: im ersten Teil werden vier Hafengebiete angeboten – drei in Santos und eines in Vila do Conde, mit einem geschätzten Investitionsbedarf von 1,1 Milliarden Reais. Im zweiten Teil geht es um vier Hafengebiete im Bundesstaat Pará, drei in Outeiro und eines in Santarém.

„Die Auswahl der zu vergebenen Gebiete ist Teil des nationalen Plans zur Hafenlogistik, der die Engpässe der Häfen aufzeigt, wo also tatsächlich mehr Investitionen und ein neuer Hafenbetrieb benötigt werden. Und der nördliche Bogen von Brasilien ist strategisch günstig, um den Abtransport der Waren aus der Region Zentral-Westen zu gewährleisten“, sagte Barbalho. Nach der ersten Ausschreibung sollen weitere folgen, damit alle Regionen des Landes die Möglichkeiten haben, so der Minister, ihren Frachttransport zu verbessern.

Die geplanten öffentlichen und privaten Investitionen für den Sektor in den kommenden fünf Jahren betragen 51 Milliarden Reais, von denen 3,8 Milliarden Reais an öffentlichen Investitionen zur Modernisierung von Häfen eingesetzt werden sollen. „Wir sind alle überzeugt, dass in dieser Zeit des wirtschaftlichen Übergangs der Hafensektor strategisch sinnvoll ist und dazu beitragen wird, dass Brasilien wachsen kann“, so Barbalho. (ls)

Quelle: Agência Brasil