Die Präsidentin Dilma Rousseff und der Gouverneur von São Paulo Geraldo Alckmin bei der Einweihung neuer Häuser des Programms „Mein Haus, Mein Leben" / Copyright: Agência Brasil

Die Präsidentin Dilma Rousseff und der Gouverneur von São Paulo Geraldo Alckmin bei der Einweihung neuer Häuser des Programms „Mein Haus, Mein Leben" / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und der Gouverneur von São Paulo, Geraldo Alckmin, haben gestern einen Kooperationsvertrag für den Bau von 97.000 zusätzlichen einfachen Unterkünften im Staat von São Paulo unterzeichnet.

Die Kooperation findet statt zwischen der Agentur Casa Paulista und dem Sozialprogramm der brasilianischen Bundesregierung „Mein Haus, Mein Leben“ („Minha Casa, Minha Vida“). Die Unterkünfte sind an Familien mit einem monatlichen Einkommen bis zu 1.600 Reais (ca. 690 Euro) gerichtet. Bewohner aus Armenvierteln und Risikowohnvierteln haben bei der Vergabe Vorzug.

Von der Gesamtinvestition von 8,04 Milliarden Reais (etwa 3,5 Milliarden Euro) übernimmt die Regierung von São Paulo einen Anteil von 1,9 Milliarden Reais (ca. 830 Millionen Euro), während die Bundesregierung  die restlichen 6,145 Milliarden Reais (rund 2,68 Milliarden Euro) finanziert.

Der Bundesstaat Sao Paulo rechnet damit, durch die anfallenden Bauarbeiten etwa 340.000 neue Arbeitsplätze generieren zu können.

Die betreffenden Familien werden für die Immobilien in 120 Ratenzahlungen aufkommen, wobei jede Zahlung 10 Prozent des Monatseinkommens – Mindestwert 50 Reais (ca. 21,50 Euro) und maximal 160 Reais (knapp 70 Euro) – betragen soll. Die kleinsten Immobilien werden über einen Wohnraum von 43 Quadratmeter verfügen. Alle geplanten Wohnhäuser sollen bis 2015 fertig gebaut sein. Bisher hat das Regierungsprogramm im ganzen Land 1.462.133 Wohngelegenheiten gebaut. 540.000, von insgesamt 719.522 fertig gebauten Wohneinheiten, wurden bereits vergeben. Momentan befinden sich noch 742.611 Wohnungen und Häuser im Bauprozess. (jv)