Die brasilianische Regierung hat zugunsten der Wirtschaft neue Steuererleichterungen ermöglicht / Copyright: INSS
Die brasilianische Regierung hat zugunsten der Wirtschaft neue Steuererleichterungen ermöglicht / Copyright: INSS

Die brasilianische Regierung hat zugunsten der Wirtschaft neue Steuererleichterungen ermöglicht / Copyright: INSS

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verabschiedete kürzlich ein weiteres Gesetz, das Steuererleichterungen für die Industrie und den Dienstleistungssektor Brasiliens zur Folge hat. Bereits in der Vergangenheit hatte die Regierung derartige Maßnahmen vorgenommen, um die brasilianische Wirtschaft anzukurbeln.

Betroffen sind die Abgaben für die Sozialversicherung INSS (Instituto Nacional do Seguro Social). Davon profitieren Unternehmen aus der Industrie, dem Dienstleistungssektor, des Transportwesens sowie des Einzelhandels. Die Firmen, die bisher Beiträge in Höhe von 20 Prozent geleistet haben, müssen nun nur noch ein bis zwei Prozent zahlen. Man schätze ein, dass die Einsparungen sich dieses Jahr auf 16 Milliarden Reais (ca. 6,16 Milliarden Euro) belaufen und im kommenden Jahr auf 19 Milliarden Reais, so teilte Marcio Holland de Brito, Sekretär der wirtschaftspolitischen Abteilung des Finanzministeriums mit.

Um die Verluste der Regierung zum Teil auszugleichen, erhöhte man die Abgaben für das Sozialintegrationsprogramm PIS (Programa de Integração Social) und des Beitrags zur Finanzierung der Sozialversicherung COFINS (Contribuição para o Financiamento da Seguridade Social). Laut Brito sei diese Maßnahme wichtig. Er betonte auch die Vorteile, die durch das neue Gesetz für die brasilianische Wirtschaft entstehen. Zum einen verringern sich die Lohnkosten, da die Unternehmen weniger Sozialabgaben haben. Zum anderen verringert sich der Druck auf den Cashflow, da die Unternehmen weniger Abgaben zahlen, wenn sie weniger einnehmen und mehr zahlen, wenn sich ihre Einnahmen erhöhen.

Außerdem würde das neue Modell eine bessere Wettbewerbsfähigkeit brasilianischer Produkte im Ausland mit sich bringen, da die Firmen bei Exporten von den Steuerabgaben befreit sind und die Regierung die Quote für den PIS und COFINS auf importierte Produkte der begünstigten Sektoren erhöht hat. (ds)