Die Waldabholzung nahm gleichzeitig um 59.400 Quadratkilometer zu. / Copyright: Wikimedia Commons, lubasi

Brasilien hat zwischen 2010 und 2012 nach Angaben des brasilianischen Statistikamtes IBGE 1,8 Prozent seiner Waldbestände verloren. 2010 kam das Land noch auf 3,26 Millionen Quadratkilometer Fläche, während zwei Jahre später nur noch 3,2 Millionen Quadratkilometer Waldfläche vorhanden waren – was einem Verlust von fast 60.000 Quadratkilometern in zwei Jahren entspricht.

Gleichzeitig wurden in dem betrachteten Zeitraum 204 Quadratkilometer an Wald wieder aufgeforstet, die Abholzung lag also rund 300 Mal so hoch. Der Verlust der Waldvegetation ist hauptsächlich auf die Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzung zurückzuführen, die für 68 Prozent des Waldverlustes verantwortlich ist. Der Ausbau der bepflanzten Weideflächen betrug 28 Prozent und die Forstwirtschaft vier Prozent.

Die überschwemmten Grünflächen, wie Teiche und Sümpfe, nahmen um 5,9 Prozent ab, während die Grünflächen wie Savannen um 2,7 Prozent zurückgingen. Dafür sind die städtischen Gebiete um 2,5 Prozent gewachsen, die landwirtschaftlich genutzten Flächen um 8,6 Prozent und die bepflanzten Grünflächen um 11,1 Prozent. (ls)

Quelle: Agência Brasil