Abkommen fördert Familienlandwirtschaft
Durch das neue Abkommen können Familienlandwirtschaftsbetriebe Traktoren zu günstigeren Preisen und Konditionen erlangen / Copyright: Agência Brasil

Durch das neue Abkommen können Familienlandwirtschaftsbetriebe Traktoren zu günstigeren Preisen und Konditionen erlangen / Copyright: Agência Brasil

Kürzlich wurde in São Paulo ein neues Kooperationsabkommen für Maschinenverkäufe mit dem Nationalen Verband für Automobilfabrikanten ANFAVEA (Associação Nacional de Fabricantes de Veículos Automotores) für das Lebensmittelprogramm Programa Mais Alimentos unterzeichnet. Durch das Programm haben Landwirte die Möglichkeit, Maschinen und Fahrzeuge zu speziellen Preisen und Finanzierungkonditionen zu erlangen.

Das im Jahr 2008 gegründete Programm erleichtert Landwirten im Bereich der Familienlandwirtschaft den Zugang zu Maschinen und Ausstattungsmaterial, die für Modernisierungszwecke eingesetzt werden können und damit zur Erhöhung der Produktion beitragen. Das Programm bietet Zahlungsfristen von zehn Jahren an, mit einer Möglichkeit zur Verlängerung um drei Jahre, und Zinsen von ein bis zwei Prozent. Der Grundbaustein des Programms sei hierbei die Zusammenarbeit zwischen Landwirten, der Bundesregierung und dem ANFAVEA. Damit ergebe sich mehr Effizienz, eine größere Bedeutung für die Industrie und für die Produktion von Lebensmitteln. Laut ANFAVEA sei das Ziel, die Entwicklung der Familienlandwirtschaft voranzutreiben, die Modernisierungen zu fördern sowie die ländliche Produktivität zu steigern, so äußerte sich der Leiter des Verbandes, Luiz Moan.

Angaben des Landwirtschaftsministeriums zufolge verkauften Traktorfabrikanten während der letzten Ernteperiode 19.000 Fahrzeuge an Familienlandwirte. Für die aktuelle Ernteperiode glaube man daran, dass die Anzahl von 20.000 erreicht werde. Derzeit sind 525 Unternehmen im Programm registriert. In den sechs Jahren des Bestehens des Programms konnten bereits 80.000 Traktoren und 47.000 Lastfahrzeuge verkauft werden. (ds)