Roberto Carvalho de Azevêdo über die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Industrieländern und Brasilien / Copyright: Agência Brasil
Roberto Carvalho de Azevêdo über die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Industrieländern und Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Roberto Carvalho de Azevêdo über die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Industrieländern und Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Der Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Roberto Carvalho de Azevêdo, äußerte sich gestern (17.07.) während des internationalen Entwicklungsseminars, dass die Krise von 2008 dazu beigetragen habe, die Schwellenländer in der Welt auf einen neuen Status zu heben. Dies hätte auch Brasilien in seiner Entwicklung geholfen, hätte aber auch mit sich gebracht, dass eine größere Verantwortung bezüglich der Entwicklungspolitik und Kooperation mit anderen Ländern übernommen werden müsse.

Laut Carvalho wäre es wichtig, das Handeln des Landes auf globaler Ebene strategisch zu entwickeln. Er schätze außerdem ein, dass die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) dafür noch nicht vorbereitet seien. „Die BRICS-Staaten sind noch nicht soweit, auf flexible und schnelle Weise auf allen globalen Führungsebenen zu handeln. Die Länder müssen mehr untereinander kommunizieren.“

Die Schwellenländer würden im globalen Szenarium besonders auffallen und die wirtschaftliche und soziale Entwicklung würden direkt mitverfolgt werden. Die Verhandlungen zwischen Industrieländern und Brasilien fordern derzeit immer größeren Einsatz und die Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern gewinne immer mehr an Bedeutung.

Das Entwicklungsseminar stellt auch das zehnjährige Bestehen des Rats für wirtschaftliche und soziale Entwicklung CDES (Conselho de Desenvolvimento Econômico e Social) dar. Auf dem Forum kamen Unternehmer, Regierungsvertreter und Vertreter des Volkes zusammen. (ds)