Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem angolanischen Präsidenten José Eduardo dos Santos / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem angolanischen Präsidenten José Eduardo dos Santos / Copyright: Agência Brasil

Am letzten Tag ihrer Afrika-Reise betonte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff gestern (20.10.), dass die Machtkonzentration der Industrieländer in den multilateralen Organisationen, angesichts der Transformation der internationalen Beziehungen, überholt sei. „Dadurch wird eine internationale Ordnung repräsentiert, die so nicht mehr existiert“, erklärte Rousseff in Angola. Zudem werde nicht die Realität und Stärke der Schwellenländer gezeigt und gesamte Kontinente wie im Fall von Südamerika und Afrika würden unzureichend berücksichtigt. Im Zuge dessen arbeite Brasilien an einer strukturellen Reform für die Vereinten Nationen und den Internationalen Währungsfonds.

In ihrem Diskurs vor der Nationalversammlung Angolas beurteilte Rousseff die Lage beider Nationen und stellte fest, dass sowohl Angola als auch Brasilien ihr Wirtschaftswachstum trotz der Krise beibehalten. Während Brasilien und Angola Maßnahmen entwickeln, welche die Armut bekämpfen, folge ein Teil der Industrieländer den Pfad der Unvernunft. „Unsere Länder haben von den konservativen politischen Grundsätzen abgelassen, diese kennen wir in Lateinamerika bereits seit 20 Jahren. Gegenwärtig brauchen wir gesunde makroökonomische Maßnahmen, die die soziale Inklusion vorantreiben und unsere Nationen vor Arbeitslosigkeit schützen“, bekräftigt die brasilianische Präsidentin.

Weiterhin habe die Vertiefung der Beziehungen mit dem afrikanischen Kontinent eine hohe Priorität in der brasilianischen Außenpolitik. In den acht Regierungsjahren des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula de Silva fand bereits eine Annäherung im Rahmen eines intensivierten Handels zwischen Afrika und Brasilien statt. (gp)