Versammlung der Nationalkommission zur Organisation der Rio+20 Konferenz / Copyright: Agência Brasil

Versammlung der Nationalkommission zur Organisation der Rio+20 Konferenz / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Abgeordnete, Aspásia Camargo, der Grünen Partei (Partido Verde, kurz: PV) schlug in ihrer Rolle als Mitglied der Nationalkommission zur Organisation der Rio+20 Konferenz (Comissão Nacional de Organização da Rio+20) vor, Stimmen aus den bedürftigen Gemeinschaften in die Themenplanung mit einzubeziehen. Die Kommission zur Repräsentierung der Gesetzgebenden Versammlung von Rio de Janeiro (Assembleia Legislativa do Rio de Janeiro, kurz: Alerj) werde am 1. März Führungspersonen aus mehreren bedürftiger Gemeinschaften aus Rio de Janeiro in einer öffentlichen Anhörung empfangen. Die Ergebnisse der Zusammenkunft sollen anschließend an die Nationalkommission der Rio+20 übermittelt werden.

Es sei notwendig, äußerte sich Camargo, dass Brasilien bei einem Thema wie Green Economy und Armutsbekämpfung bei den Stadtvierteln beginne, in denen die Maßnahmen am dringendsten benötigt werden und welche unter den schwerwiegendsten Problemen in Bezug auf Infrastruktur und Urbanisierung leiden.

Auf die Existenz vieler grüner sozialer Bewegungen in vielen Armenvierteln wies Aspásia Camargo ebenso hin. Es seien meist gut organisierte Gruppen, die innerhalb der Viertel an Zuspruch gewinnen würden. Dennoch müsse noch besonders viel in den Bereichen Kanalisation und Müllsammlung geschehen.

Ziel sei es, betonte Camargo, dass diese Menschen wissen, dass die Konferenz Rio+20 auch für sie stattfindet. Sie werden am Ende die Begünstigten darstellen, deshalb müsse die Idee der „nachhaltigen Gemeinschaften“ (comunidades sustentáveis) in der Rio+20-Agenda aufgenommen werden. Sie stellte darunter einige Gesichtspunkte heraus, die die Regierung zugunsten der Bevölkerung vertieft aufgreifen solle: grüne Infrastruktur inklusive Gesundheit, Transport, Bauwesen sowie Energie. Auch die grüne Wertpapierbörse, die Ende letzten Jahres ins Leben gerufen wurde, solle bedacht werden. Dabei handle es sich um Umweltaktiva, wie CO2-Kredite und Wiederaufforstungsmaßnahmen, mit dem Ziel, die grüne Wirtschaft im Staat anzukurbeln. (jv)