Soja und Rindfleisch sorgten in erster Linie für den Überschuss in der Agrarhandelsbilanz. / Copyright: Wikimedia Commons, Cd design85
Soja und Rindfleisch sorgten in erster Linie für den Überschuss in der Agrarhandelsbilanz. / Copyright: Wikimedia Commons, Cd design85

Soja und Rindfleisch sorgten in erster Linie für den Überschuss in der Agrarhandelsbilanz. / Copyright: Wikimedia Commons, Cd design85

Die Agrarhandelsbilanz schloss im Februar mit einem Überschuss von fünf Milliarden US-Dollar. Dies ergibt sich aus Verkäufen ins Ausland im Wert von 6,39 Milliarden US-Dollar und Einkäufen im Ausland im Wert von 1,37 Milliarden US-Dollar. In den ersten zwei Monaten wies die Bilanz insgesamt einen Überschuss von 9,42 Milliarden US-Dollar aus. Die Zahlen wurden am vergangenen Donnerstag (13. März) vom Ministerium für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung veröffentlicht. Abgesehen von dem Überschuss sanken die Exporte im Januar und Februar allerdings um 4,8 Prozent. Während im Februar die Verkäufe ins Ausland um 1,4 Prozent anstiegen, kamen die Einkäufe im Ausland auf ein Plus von 6,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat. Ein Grund kann die Erwartung über sinkende Preise für Rohstoffe in 2014 sein. Im Fall bestimmter Produkte konnte die verkaufte Menge den Preisrückgang teilweise ausgleichen.

Ein Beispiel dafür sind Sojabohnen, die vor allem für den steigenden Umsatz im Exportgeschäft im Februar verantwortlich sind: Die verkaufte Menge betrug im Februar vergangenen Jahres 960.000 Tonnen, in diesem Jahr wurde dagegen eine Menge von 2,79 Millionen Tonnen verkauft, das entspricht einer Steigerung von 190,7 Prozent. Der Preis allerdings sank im Vergleich zu 2013 um 35 Prozent – hier kompensierte also der Mehrumsatz den Preisrückgang. Dank Umsatzvolumen gab es einen Zuwachs im Exportwert von 168,3 Prozent, von 517 Millionen US-Dollar auf 1,38 Milliarden US-Dollar. Zwei Produkte in der Warengruppe Soja sanken allerdings im Export, Kleie und Öl.

Beim zweitwichtigsten Exportbereich, dem von Fleisch, war das Phänomen ein ähnliches. Der Umsatz im Exportgeschäft erreichte einen Wert von 1,31 Milliarden US-Dollar, 4,8 Prozent mehr als noch im Februar 2013. Besonders gut verkaufte sich Rindfleisch, hier liegt die Umsatzsteigerung bei 36,2 Prozent, aktuell liegt der Umsatz bei 612 Millionen US-Dollar. Auch hier ist der gestiegen Umsatz auf eine Mengensteigerung zurückzuführen, die seit Februar 2013 derzeit bei einem Plus von 40,1 Prozent liegt. Das entspricht einem mengenmäßigen Anstieg von 100.000 auf 140.000 Tonnen. Der durchschnittliche Ausfuhrpreis von Rindfleisch sank um 3,1 Prozent in diesem Zeitraum. (ls)