Brasilien will die Geschäftsbeziehungen mit China vertiefen - Präsidentin Dilma Rousseff und Premierminister Li Keqiang. / Copyright: Agência Brasil

Brasilien will den Agrarhandel mit China vereinfachen und zwar mithilfe einer vorautorisierten Liste beziehungsweise eines sogenannten „Pre-Listings“ für brasilianische Unternehmen, erklärte die Landwirtschaftsministerin Kátia Abreu nach eine Sitzung mit dem chinesischen Agrarminister Han Changfu.  Allerdings muss Brasilien noch das Vertrauen des asiatischen Landes gewinnen. Brasilien und China bemühen sich zudem um spezielle Tarife für bestimmte Produkte.

„Es ist ein langer Weg zu bewältigen, ein wichtiger Weg für beide Länder“, so Abreu. Nach Angaben der Ministerin seien spezielle Tarife durch die Welthandelsorganisation genehmigt, da es sich um zwei Entwicklungsländer handele. Eines der brasilianischen Produkte, die davon profitieren könnten, ist Milch. „Milchprodukte generell. Bislang exportieren wir nur ein Prozent von dem, was wir herstellen“, stellt Abreu fest. Gleichzeitig würde die Herstellung von Milchprodukten im Jahr um fünf Prozent  ansteigen, der Verbrauch aber nur um drei Prozent.

Das Pre-Listing soll sich auf den Handel mit Fleischprodukten beschränken. „Wir haben mehr als 90 Unternehmen, die nach China exportieren wollen. Mithilfe des Pre-Listings wollen wir die automatische Genehmigung für diese Hersteller erreichen. Nachdem die Chinesen unsere Felder kennengelernt haben und unser Kontrollsystem, was wäre der Gründ kein solches Listing einzuführen?“ Die Strategie sei damit in erster Linie das Vertrauen Chinas zu gewinnen. So wird Brasilien die Plattform zur Verwaltung der Landwirtschaft vorstellen, welche eine Liste von brasilianischen Rindfleisch-Herden, Schweinen und Geflügel enthält und die im kommenden Halbjahr auch die Felderbestände und Fischzuchten auflisten soll.

Laut Abreu sollen bis Juni dieses Jahre 26 Schlachthöfe für den Export nach China zugelassen werden, was zu einer jährlichen Exportsumme von 520 Millionen US-Dollar führen könnte. Neun Schlachthöfe (acht für Rindfleisch, einer für Geflügel) haben bereits die Autorisierung erhalten. Die chinesische Regierung sagte bereits zu, die übrigen 17 noch im Juni zu bewilligen. (ls)

Quelle: Agência Brasil