Landwirtschaftsministerin beklagt protektionistische Haltung. / Copyright: Wikimedia Commons, Dave Young

Der Widerstand von Sektoren der Agrarwirtschaft gegen die Eröffnung neuer Märkte ist laut Landwirtschaftsministerin Kátia Abreu ein Hemmnis für Brasilien, um neue Freihandelsabkommen abzuschließen. Während das südamerikanische Land acht Abkommen unterzeichnete, konnten die anderen Mitglieder der Pazifik-Allianz (Peru, Kolumbien, Chile und Mexiko) 48 Verträge abschließen. „Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsgemeinschaften steht der Mercosul schlechter da“, so Abreu.

„Es gibt in Brasilien einige Sektoren, einige Kooperationen, die sich gegen die Öffnung der Märkte wehren aufgrund von protektionistischem Denken. Wir müssen das überwinden. Sich für seine Subventionen einzusetzen ist legitim, aber es obliegt der Regierung und einem großen Teil der Bevölkerung gegen den Protektionismus vorzugehen und die Interessen der Brasilianer zu verteidigen“, bekräftigte die Ministerin und hob hervor, dass die Geschäfte mit anderen Ländern die brasilianische Wirtschaft begünstigen sowie die Arbeitsplätze, Exporte und nationale Handelsbilanz. Nach Angaben von Abreu ist die europäische Union das Ziel des brasilianischen Interesses. Zudem bestehen große Hoffnungen im Verkauf von Naturfleisch in die USA.

„Die Nord-Amerikaner haben uns bereits die ersten Geschäfte für August dieses Jahres versprochen. Das Landwirtschaftsministerium kämpft bereits gegen die Zeit, um seine Hausaufgaben bis dahin zu erfüllen. Wir hoffen bis Ende Mai, Anfang Juni, dass wir die ersten Geschäfte tatsächlich abschließen können.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil