Der Export von Sojaprodukten trug stärksten zum positiven Ergebnis der Handelsbilanz 2013 bei / Copyright: Agência Brasil
Der Export von Sojaprodukten trug am stärksten zum positiven Ergebnis der Handelsbilanz 2013 bei / Copyright: Agência Brasil

Der Export von Sojaprodukten trug am stärksten zum positiven Ergebnis der Handelsbilanz 2013 bei. / Copyright: Agência Brasil

Gestern (13.01.) veröffentlichte das brasilianische Landwirtschaftsministerium die Zahlen für die Handelsbilanz der Agrarwirtschaft in 2013: Im vergangenen Jahr konnte ein Überschuss von 82,91 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden. Vor allem der Sojaexport (in Form von Öl, Mehl oder Getreide) ist für dieses Ergebnis verantwortlich mit einem Auslandsumsatz von 30,96 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 31 Prozent der gesamten Exporte der Agrarwirtschaft. Diese stiegen 2013 um 4,3 Prozent und erreichten einen Wert von 99,97 Milliarden US-Dollar. Die Importe nahmen um vier Prozent zu und erreichten einen Wert von 17,06 Milliarden US-Dollar.

Neben dem Export von Sojaprodukten war der Fleischexport von großer Bedeutung. Hier stieg der Auslandsumsatz von 15,74 Milliarden US-Dollar in 2012 auf 16,8 Milliarden US-Dollar in 2013 (plus 6,8 Prozent). An dritter Stelle kommt die zuckerverarbeitende Industrie mit einem Anstieg von 13,72 Milliarden US-Dollar.

Was die Importe betrifft, gab es einen Anstieg von vier Prozent beim Kauf von landwirtschaftlichen Produkten, es wurden 17 Milliarden US-Dollar investiert. Weizen ist das Hauptprodukt, das das Land für 2,42 Milliarden US-Dollar eingekauft hat. Das entspricht einem Zuwachs von 37,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Grund für diesen Anstieg ist der Rückgang der Getreideernte in Brasilien und in anderen Ländern und der damit verbundenen Gefahr einer Versorgungsknappheit.

Für das Jahr 2014 sollen aufgrund des hohen Angebots die Preise für einige Produkte sinken, die auf dem internationalen Markt gehandelt werden. Das könnte vor allem Mais und Sojabohnen betreffen. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, werden die Ergebnisse in diesem Jahr niedriger als im vergangenen ausfallen. (ds)