Débora Duprat spricht über Maßnahmen, die für den Schutz der Wasserreservate im Amazonasgebiet nötig werden / Copyright: Agência Brasil
Débora Duprat spricht über Maßnahmen, die für den Schutz der Wasserreservate im Amazonasgebiet nötig werden / Copyright: Agência Brasil

Débora Duprat spricht über Maßnahmen, die für den Schutz der Wasserreservate im Amazonasgebiet nötig werden. / Copyright: Agência Brasil

Staatanwälte aus sechs Bundesstaaten haben kürzlich vom Bundesgericht verlangt, gegen die nationale Wasseragentur ANA (Agência Nacional de Águas) ein Verbot auszusprechen, neue Arbeiten an wichtigen Flüssen des Amazonasgebiets vorzunehmen, ohne spezielle Kontroll- und Überwachungskomitees dafür einzurichten. Die Komitees sollen mit der Bevölkerung zusammen arbeiten und Regeln zur Aufteilung des Wassers und Pläne zu Wasserressourcen für jedes Becken aufstellen.

Die Forderungen beziehen sich auf die Flüsse Tapajós, Teles Pires, Madeira, Ji-Paraná, Negro, Solimões, Oiapoque, Jari, Araguaia, Tocantins und Trombetas. Ziel ist es, dass ausreichend und qualitativ hochwertiges Wasser garantiert wird, so die Generalstaatsanwältin Débora Duprat, die sich für traditionelle Gemeinschaften wie die Indios, Quilombolas, Uferbewohner und Zigeuner einsetzt.

Duprat kommentierte weiterhin: „Wir befinden uns in einer beispiellosen Wasserkrise durch schlechte Verteilung der Ressourcen. Zu unserem Erstaunen haben wir mit Beginn der Arbeit an den Flüssen des Amazonasgebietes herausgefunden, dass es für das Amazonasbecken keine Komitees gibt. Das bedeutet, dass auch ein Plan zur Nutzung und zur Leitung der Wasserressourcen fehlt. […] Es ist nicht möglich, weitere Unternehmungen an den Flüssen durchzuführen, ohne dass wir über die Kapazität der Wasserreservate Bescheid wissen, die Unternehmungen also zu unterstützen, ohne dass der Wasserbedarf der Bevölkerung abgedeckt ist.“ Eines der Bauvorhaben sind beispielsweise Wasserkraftwerke an den Flüssen Teles Pires und Tapajós. (ds)