Wasserkraftturbine im Werk Grenoble von Alstom / Copyright: Alstom Hydro

Wasserkraftturbine im Werk Grenoble von Alstom / Copyright: Alstom Hydro

Heute (30.11.) wird in Camaçari im Bundesstaat Bahia der achte Produktionsstandort des französischen Technikkonzerns Alstom eröffnet. Dort werden zukünftig Windkraftanlagen für den brasilianischen und südamerikanischen Markt montiert. Insgesamt entstehen dadurch nach Aussagen von Alstom in der Region rund 500 Arbeitsplätze, wovon allein 150 direkt im neuen Werk beschäftigt sein werden.

Weitere Investitionen hatte gestern (29.11.) der Vorstandsvorsitzende von Alstom, Patrick Kron, in einem Treffen mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff angekündigt. Der Konzern wird sein weltweites Technik- und Produktionszentrum spezieller Turbinen für Wasserkraftanlagen in Brasilien errichten. Rund 15 Millionen Real (rund 6,3 Millionen Euro) sind an neuen Investitionen dafür am Standort Taubaté im Bundesstaat São Paulo geplant. Damit wird dies das weltweit größte Zentrum für Kaplan-Turbinen des Konzerns, welche speziell für den Einsatz bei niedrigen Wasserständen gedacht sind. Vor allem für Flußkraftwerke findet dieser Typ von Turbinen seinen häufigsten Einsatz, weshalb Brasilien als Standort des Zentrums ausgewählt wurde. Die Investition ergeben sich aus den Absatzmöglichkeiten in Brasilien, wie der Vorstandsvorsitzender von Alstom, Patrick Kron, gestern betonte. „Wenn der Markt weiter wächst, dann werden wir auch weiter in Brasilien investieren“, sagte er dazu.

Der neue Standort soll neben Forschung und Entwicklung auch ein Testzentrum erhalten. In Betrieb gehen soll dieses bereits ab 2012. Die Produktion wird vor allem die Nachfrage auf dem brasilianischen und asiatischen Markt abdecken, deren Gesamtanteil rund 80% des Weltmarktes an Kaplan-Turbinen ausmachen. Brasilien allein hat einen zukünftigen Weltmarktanteil von 45% an Kaplan-Turbinen, so Schätzungen des Konzerns Alstom. (mas)