Um den Zuschlag für den Ausbau der Metro in São Paulo im Wert von 45 Millionen US-Dollar zu bekommen, soll Alstom rund 6,8 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben. / Copyright: Wikimedia Commons, Andsystem
Um den Zuschlag für den Ausbau der Metro in São Paulo im Wert von 45 Millionen US-Dollar zu bekommen, soll Alstom rund 6,8 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben. / Copyright: Wikimedia Commons, Andsystem

Um den Zuschlag für den Ausbau der Metro in São Paulo im Wert von 45 Millionen US-Dollar zu bekommen, soll Alstom rund 6,8 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben. / Copyright: Wikimedia Commons, Andsystem

Die Staatsanwaltschaft von São Paulo hat gegen den Berater des Gerichtshofs von Sao Paulo, Robson Marinho, und sieben weitere Personen Anklage wegen Fehlverhalten im Amt eingereicht und fordert das Gericht auf, das Unternehmen Alstom Brasil Energia e Transporte Ltda. zu zerschlagen. Neben Marinho sind seine Ehefrau Maria Lúcia de Oliveira Marinho, der Unternehmer Sabino Indelicato, dessen Frau Luci Lopes Indelicato sowie Romeu Pinto Júnior und drei ehemalige Führungskräfte von Alstom, Jonio kahan Fuigel, Thierry Charles Lopes de Arias und Daniel Maurice Elie Huet angeklagt.

Zum Hintergrund: Gegen das französische Unternehmen Alstom liegen zahlreiche Anklagen wegen Bestechung von Politiker in Brasilien vor. Um den Zuschlag für den Ausbau der Metro in São Paulo im Wert von 45 Millionen US-Dollar zu bekommen, soll Alstom rund 6,8 Millionen US-Dollar an Schmiergeldern gezahlt haben.

Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft sollen neben Alstom Brasilien auch die Unternehmen Cegelec und Acqualux Engenharia aufgelöst werden, die unter der Führung von Indelicato laufen, denn laut Staatsanwaltschaft gilt der Unternehmer als der mutmaßliche Übermittler für die Schmiergelder, die vom französischen Unternehmen Alstom an Verwaltungsbeamte gezahlt wurden.

Die Staatsanwaltschaft von São Paulo fordert auch die vorläufige Sperrung von 1,12 Milliarden Reais bei elf Angeklagten. Der Wert für die Geldsperre wurde auf Basis der geschlossenen Verträge kalkuliert – der Vertrag Gisel, einem französisch-brasilianischen Zusammenschluss verschiedener Unternehmen, wurde dabei auf 270 Millionen Reais geschätzt und der Vertrag zur Garantieverlängerung der Ausstattung von Alstom auf 11,1 Millionen Reais. Schließlich forderte der Staatsanwalt eine Geldstrafe, die den Wert der Verträge um das dreifache übersteigt, was den Wert von 1,12 Milliarden Reais ergibt. (ls)