Analysten sehen die geplanten Regierungsmaßnahmen mit gemischten Gefühlen. / Copyright: Wikimedia Commons, Humanoo

Die geplanten finanzpolitischen Maßnahmen der Regierung zum Ausgleich der öffentlichen Konten wurden von Marktanalysten mit gemischten Gefühlen angenommen. Viele Experten kritisieren, dass die Vorschläge nur punktuell sind und ausschließlich die Probleme im kommenden Jahr berücksichtigen.

„Ich denke, die Antwort der Märkte sollte zumindest teilweise positiv sein, denn es ist ein Signal, dass die Regierung jetzt versteht, dass die öffentlichen Konten dringend ausgeglichen werden müssen. Das ist besser als gar nichts“, sagt Thiago Biscuola, Volkswirt bei RC Consultores.

Das Problem sei, dass der geringste Teil der Maßnahmen vom Kongress abgesegnet werden würde. „Wir wissen also nicht, ob sie in die Tat umgesetzt werden.“ Gleichzeitig glaubt der Experte aber auch, dass die geplante Steuererhebung einen negativen Effekt auf die Wirtschaft haben wird und die geplanten Maßnahmen nur einen punktuellen Charakter zeigen. „Sie werden die Entwicklung der öffentlichen Ausgaben nicht strukturierter gestalten und für Nachhaltigkeit sorgen“, so Biscuola.

Der Bankenverband Febraban lobte hingegen die von der Regierung präsentierten Maßnahmen. Der Ausgabenschnitt gebe ein wichtiges Signal zur Vertrauensbildung an die Wirtschaft und garantiere Investitionen in der Zukunft, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. (ls)

Quelle: BBC