Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Brasilien wird die Steuerregelungen für die Einführung von Textilwaren ändern. Laut der Aussage, die der brasilianische Finanzminister Guido Mantega gestern (27.12.) getroffen hat, werde sich Brasilien nicht auf die Berechnung eines Prozentsatzes, der auf den Wert von Produkten, die aus dem Ausland eingeführt werden, konzentrieren. Man wolle stattdessen das System mit einem absoluten Wert anpassen, der auf im Ausland erworbene Güter gezahlt werden muss.

Die Maßnahme solle die Abrechnung von Importen erschweren und die ungleiche Konkurrenz, mit der die Textilindustrie zu kämpfen hat, verringern. „Dies stellt eine starke Waffe dar, um der Konkurrenz entgegenzutreten, die immer stärker in diesem Sektor vertreten ist“, so teilte Mantega in São Paulo während der Auszeichnung des Brasilianischen Verbandes für Textilindustrie und Konfektion (Associação Brasileira da Indústria Têxtil e de Confecção, kurz: ABIT) mit der brasilianischen Verdienstmedaille mit.

Des Weiteren äußerte sich der Minister, dass in bis zu drei Monaten eine neue Vorgehensweise zu provisorischen Schutzmaßnahmen präsentiert wird. Diese solle internationale Regeln berücksichtigen.

Außerdem sprach Mantega noch einmal über die Stärkung der Wirtschaft Brasiliens und hob hervor, dass sich das Land bis 2015 zur fünfgrößten Weltwirtschaft entwickeln werden wird und so Frankreich eingeholt haben werde. Allerdings sei das Wichtigste, dass Brasilien sich unter den zehn stärksten und dynamischsten Wirtschaftsmächten der Welt befände und dass man diese Position auch in den nächsten Jahrzehnten aufrechterhalte. (ds)