Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit Repräsentanten der BRICS-Staaten in Frankreich / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit Repräsentanten der BRICS-Staaten in Frankreich / Copyright: Agência Brasil

Beim Gipfeltreffen der G20 wird die steuerliche Situation Brasiliens positiv hervorgehoben werden. Das Dokument, was heute veröffentlicht wird, erkennt die Situation der öffentlichen Finanzen Brasiliens als „stark“ an. Ebenso werden weitere Nationen wie Australien und Kanada diese Wertschätzung erhalten.

Die Anerkennung sei sehr wichtig, da es den brasilianischen Autoritäten bereits seit Beginn der Wirtschaftskrise klar war, dass die Ursache der Krise bei den Steuergeldern zu suchen war,  so ein Vertreter der brasilianischen Regierung.

Seit August, als die Finanzkrise die großen Wirtschaftsmächte, die Präsidentin Dilma Rousseff, den Finanzminister Guido Mantega und den Präsidenten der Zentralbank, Alexandre Tombini, beschäftigte, konnte man die Gründe der Krise bereits in der Schwäche der Steuerpolitik Europas und Amerikas sehen. So konzentrierte man sich auf die Stärkung dieses Bereiches in Brasilien.

In vielen Ländern sei die Steuerpolitik nicht auf Konsolidierung ausgerichtet gewesen, da man der Meinung war, dass eine Stimulierung des Bruttoinlandsprodukt helfen würde, die Situation der öffentlichen Konten zu verbessern.

Im August, einen Tag vor der Versammlung des Komitees der monetären Politik der Zentralbank (Comitê de Política Monetária do Banco Central, kurz: COPOM), kündigte die brasilianische Regierung eine Stärkung in Höhe von zehn Milliarden Reais (ca. 4,2 Milliarden Euro) im Saldo der öffentlichen Konten 2011 an. Bis September wurden bereits 83 Prozent des Saldoziels (91 Milliarden Reais, rund 37,9 Milliarden Euro) erreicht. (ds)