Bei den Gesprächen mit Präsidentin Rousseff soll es um Themen wie Innovation und Klimaschutz gehen. / Copyright: Wikimedia Commons, World Economic Forum

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat sich am Mittwoch (19.08) mit verschiedenen Ministern auf den Weg nach Brasilien gemacht, um sich mit Präsidentin Dilma Rousseff zum ersten zwischenstaatlichen Gipfel der beiden Länder zu treffen. Die deutsche Delegation, die sich aus elf Ministerien zusammensetzt, trat die Reise unmittelbar nach dem Ende der Sitzung im Bundestag an, bei der das dritte Rettungspaket für Griechenland verabschiedet wurde.

Noch am Mittwoch wird sich Merkel in Brasília mit Rousseff treffen, während am Donnerstag Termine mit führenden Vertretern der deutschen Industrie auf dem Programm stehen. Bei den Gesprächen soll es um Themen wie Innovation, Klimaschutz, Biodiversität, Kooperationen und kulturellen Austausch gehen.

Es wird erwartet, dass während des Gipfels Umweltprojekte im Wert von 511 Millionen Euro abgeschlossen werden, wobei es im Kern vor allem um erneuerbare Energien gehen soll, wie die brasilianische Zeitung Exame schreibt. Deutschland erwarte zudem von Brasilien Rechtsschutzgarantien für 1.400 deutsche Unternehmen, die im Land tätig sind und von denen eine Viertel Million an Arbeitsplätzen abhängig sind.

Die Reise der Delegation unterstreicht den Grad der Bedeutung, den Berlin der Verbindung zu Brasilien zurechnet, seinem ersten Partner in Südamerika und dem einzigen, der aktuell in die Gruppe der präferierten Länder für zwischen-staatliche Gespräche aufgenommen wurde. Deutschland organisiert solche Gespräche nur mit wenigen Ländern Europas – Frankreich, Spanien, Italien, Holland und Polen – sowie traditionellen Verbündeten wie den USA und Israel, sowie China, Indien und Russland. Im Fall von Russland sind die Gespräche allerdings wegen des ukrainischen Konflikts ausgesetzt. (ls)

Quelle: Exame