Finanzminister Guido Mantega über die neuen Maßnahmen für mittelständige Unternehmen / Copyright: Agência Brasil
Finanzminister Guido Mantega über die neuen Maßnahmen für mittelständige Unternehmen / Copyright: Agência Brasil

Finanzminister Guido Mantega über die neuen Maßnahmen für mittelständische Unternehmen. / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega hat am vergangenen Montag (16.06.) in São Paulo Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs mittelständischer Unternehmen zum Kapitalmarkt bekanntgegeben. Eine der neuen Regeln ist die Befreiung der Firmen von der Einkommenssteuer auf Kapitalerträge, die derzeit bei 15 Prozent liegt. Gültig ist die Befreiung für Unternehmen mit einem Marktwert unter 700 Millionen Reais. Ziel sei die Expansion dieser Firmen in Brasilien, so Mantega.

Laut des Ministers werden die steuerlichen Auswirkungen allerdings erst einmal gering sein, da derzeit nur eine sehr geringe Anzahl von Unternehmen an der Börse tätig sei. Neue Konzerne gingen kaum an die Börse oder nur sehr langsam, wenn die neuen Maßnahmen nicht eingeführt würden. Der brasilianischen Börse BOVESPA zufolge haben rund 15.000 Unternehmen das Potenzial, Kapital zu eröffnen.

Eine weitere Maßnahme ist die Schaffung einer Arbeitsgruppe, die sich aus Mitgliedern der Regierung und der BOVESPA zusammensetzt. Ziel hierbei ist, in 90 Tagen einen Vorschlag zu erarbeiten, die Reduzierung der Einkommenssteuer zu erleichtern. Mantega erhofft sich mit dieser Maßnahme eine höhere Investitionsbeteiligung von Einzelpersonen.

Mantega sprach des Weiteren über die Verlängerung der Frist von steuerlichen Anreizen für Infrastrukturprojekte. Zusätzliche Projekte des Ministeriums werde es im Bereich der Bildung, des Gesundheitswesens, im Bewässerungswesen und der Umwelt geben. (ds)