Anstieg bei Tourismus beschert nicht mehr Umsatz. / Copyright: Agência Brasil
Anstieg bei Tourismus beschert nicht mehr Umsatz. / Copyright: Agência Brasil

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Die Anzahl ausländischer Touristen, die Brasilien zuletzt bereisten, ist im Monat August um 5,5 Prozent gestiegen. Dies geht auf den am Freitag (13.09.) vom brasilianischen Institut für Tourismus (Embratur) vorgelegten Bericht zurück. Embratur beruft sich dabei auf die Zahlen der Bundespolizei (Polícia Federal), die wiederum nur den Eingang an den Flughäfen kontrolliert. Dennoch liegt Brasilien damit über dem weltweiten Durchschnitt von einem Zuwachs von fünf Prozent. In absoluten Zahlen reisten im Monat August rund 346.000 Menschen nach Brasilien ein und damit 17.000 mehr als im Vormonat.

Die Daten werden aber noch nach ob korrigiert, sobald die Zahlen für die über den Landweg eingereisten Touristen vorlägen, so der Wirtschaftsbeirat beim Vorstand von Embratur, Leandro Garcia. Im Vorjahr hätten die Touristen, die aus dem Ausland nach Brasilien einreisten 4,5 Prozent der Gesamtzahl ausgemacht. Damit liegt Brasilien ebenfalls über dem Weltdurchschnitt von 3,8 Prozent. Dieses Jahr soll nun endlich die Marke von 6,2 Millionen ausländischen Touristen gebrochen werden, so Garcia weiter.

Als Grund für den Anstieg ist unter anderem der Wertverfall des Real anzuführen, der das Reisen nach Brasilien bedeutend billiger werden lässt. Wer mit US-Dollar reist, zahlt seit Jahresbeginn rund 20 Prozent weniger. Aus dem gleichen Grund profitiere Brasilien weniger von dem Zuwachs an Touristen, da diese weniger Divisen im Land ließen, so der Vertreter von Embratur. Im vergangenen Jahr hatte der ausländische Tourismus rund 6,6 Milliarden US-Dollar Umsatz beschert.

Der jüngste Anstieg des Auslandstourismus ist hauptsächlich auf Reisende aus Mexiko (plus 32 Prozent) und Kolumbien (plus 30,4 Prozent) zurückzuführen. Die Währungen dieser beiden Länder waren zuletzt stabil geblieben und sind traditionell eng an den US-Dollar gekoppelt. (ms)