Der Hafen von Rio de Janeiro. Rund zwei Prozent der Handelssegmente sind von Extra-Zöllen betroffen. / Copyright: Agência Brasil
Der Hafen von Rio de Janeiro. Rund zwei Prozent der Handelssegmente sind von Extra-Zöllen betroffen. / Copyright: Agência Brasil

Der Hafen von Rio de Janeiro. Rund zwei Prozent der Handelssegmente sind von Extra-Zöllen betroffen. / Copyright: Agência Brasil

Laut eines Berichts der internationalen Organisation für wirtschaftliche Kooperation und Entwicklung (Organização para a Cooperação e Desenvolvimento Econômico, kurz: OCDE) soll es in den kommenden Jahren einen Anstieg des brasilianischen Bruttoinlandsprodukts (kurz: BIP) geben. Diese Informationen wurden gestern (19.11.) während eines Treffens in Paris bekannt gegeben. Experten der OCDE schätzen, dass bereits im nächsten Jahr ein Anstieg von 2,2 Prozent  abzusehen ist und das BIP im Jahr 2015 auf 2,5 Prozent ansteigen wird.

Im vorigen Jahr 2012 hatte es lediglich einen Fortschritt von 0,9 Prozent des BIP gegeben. Die positiven Prognosen erstellten die Wirtschaftsexperten anhand der erneut ansteigenden Wirtschaftsleistung des Landes. Demnach lege man die Hoffnung in Brasilien vor allem auf größere Investitionen, die sowohl innerhalb des Landes als auch durch Ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investments, kurz: FDI) getätigt werden sollen. Die brasilianische Regierung hofft auf den Anstieg der FDI, nachdem diese in dem Zeitraum zwischen 2012 und Juni 2013 um über 50 Prozent zurückgegangen waren. Grund für den Rückgang waren vor allem die unsicheren wirtschaftlichen Situationen in den Investorländern. Weitere Hoffnung liegt in der Expansion der Exporte. Diesbezüglich könnte die Abwertung des Real von Vorteil sein.

Die OCDE tätigte, über die BIP-Prognosen hinaus, auch Schätzungen, die brasilianische Inflation betreffend. Demnach soll diese von diesjährigen 5,9 Prozent auf 5 Prozent im Jahr 2014 sinken, während für 2015 wieder ein leichter Anstieg auf 5,1 vorhergesagt wird. (sg)