Demonstrationen gegen die Korruption in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Demonstrationen gegen die Korruption in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Am Unabhängigkeitstag Brasiliens (07.09.), fand gestern in der Hauptstadt Brasília eine Demonstration gegen die Korruption statt, an der nach Angaben der brasilianischen Militärpolizei (Polícia Militar, kurz: PM) zwischen 25.000 und 30.000 Menschen teilnahmen. Neben einer härteren Bestrafung korrupter Politiker forderten sie die Abschaffung der geheimen Wahl im brasilianischen Senat und in der Abgeordnetenkammer.

Die parteiunabhängige Bewegung formierte sich über die sozialen Netzwerke im Internet und forderte dort zu den friedlich verlaufenden Protesten auf. Anlass dazu gaben das Unterschlagen öffentlicher Mittel innerhalb der Ministerien, zuletzt im brasilianischen Landwirtschaftsministerium.

Der Präsident der Abgeordnetenkammer Marco Maia und der brasilianische Justizminister José Eduardo Martins Cardozo bezeichneten die Demonstrationen als legitim und betonten, dass dies Teil einer Demokratie sei. Maia erklärte weiter, dass die Proteste wichtig seien und somit respektiert und unterstützt werden sollten.

,,Wie gut, dass wir in einem Land leben, in dem jeder seine Meinung frei zum Ausdruck bringen kann und dabei die Freiheit und Sicherheit der anderen respektiert“, so der Abgeordnete. Zudem bekräftigte er, dass die brasilianische Regierung jeder Unregelmäßigkeit nachgehe. Auch der Justizminister Cardozo teilte diese Meinung und führte an, dass jeder der im öffentlichen Raum handele, auch die Pflicht habe, die öffentliche Sache zu respektieren. (gp)