Bei Nylonimporten wird in Brasilien jetzt eine zusätzliche Steuer erhoben / Copyright: Câmara de Comércio Exterior
Bei Nylonimporten wird in Brasilien jetzt eine zusätzliche Steuer erhoben / Copyright: Câmara de Comércio Exterior

Bei Nylonimporten wird in Brasilien jetzt eine zusätzliche Steuer erhoben / Copyright: Câmara de Comércio Exterior

Gestern (16.09.) wurde im brasilianischen Bundesanzeiger Diário Oficial da União veröffentlicht, dass auf Nylonimporte aus den Ländern China, Südkorea, Thailand und Taiwan eine zusätzliche Steuer innerhalb der nächsten vier Monate erhoben wird. Die Entscheidung wurde von der Außenhandelskammer CAMEX (Câmara de Comércio Exterior) des Entwicklungsministeriums (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior) zum Schutz des Binnenmarktes und als Antidumping-Maßnahme getroffen.

Die Maßnahme sieht eine zusätzliche Besteuerung des Produktes zwischen 220,70 bis 2.409 US-Dollar pro Tonne vor. Der Wert variiert je nach Land und Unternehmen. Nylon wird in Brasilien unter anderem für die Herstellung von Damenstrumpfhosen, Unterwäsche, Badebekleidung und Shorts verwendet.

Bei Dumpingfällen, das heißt, wenn ein importiertes Produkt zu niedrigeren Preisen verkauft wird, als das gleiche Produkt auf dem heimischen Markt, kann die brasilianische Regierung zusätzliche Steuern nach Prüfung der Fälle erheben. Im aktuellen Fall besteht die Möglichkeit, dass die Zusatzgebühr bis zu fünf Jahren gültig wird. Die Frist kann anschließend noch verlängert werden.

Am vergangenen Freitag (13.09.) hatte die CAMEX bereits eine Antidumping-Maßnahme auf importierten Karton aus Chile durchgeführt. Für die nächsten fünf Jahre muss das Unternehmen Cartulinas CMPC S.A. das Produkt für über 1.434,71 US-Dollar pro Tonne verkaufen. (ds)