Die Außenhandelskammer ermöglicht Antidumping-Maßnahmen für Produkte aus China, den USA und aus Deutschland / Copyright: Câmara de Comércio Exterior
Die Außenhandelskammer ermöglicht Antidumping-Maßnahmen für Produkte aus China, den USA und aus Deutschland / Copyright: Câmara de Comércio Exterior

Die Außenhandelskammer ermöglicht Antidumping-Maßnahmen für Produkte aus China, den USA und aus Deutschland / Copyright: Câmara de Comércio Exterior

Seit gestern (04.11.) sind zwei Maßnahmen der brasilianischen Außenhandelskammer CAMEX (Câmara de Comércio Exterior) wirksam, durch die das Recht auf Antidumping bis zu fünf Jahren ermöglicht wird. Dieses betrifft Importe von Stahlrohrleitungen aus China und von chemischen Produkten aus den Vereinigten Staaten und aus Deutschland. Bei Analysen hatte das Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel MDIC (Ministério do Desenvolvimento, Indústria e Comércio Exterior) festgestellt, dass Dumpingpreise bei den Importen dieser Produkte angewendet wurden, und dass diese sich negativ auf die brasilianische Industrie auswirkten.

Laut Angaben der Außenhandelskammer CAMEX handele es sich bei den Stahlrohren um Material, das für Öl- und Gas-Pipelines verwendet wird, mit einem Außendurchmesser von 141,3 mm bis 355,6 mm. Das Antidumpingverfahren wird in Form eines festen Zinssatzes in Höhe von 778,99 US-Dollar pro verkaufte Tonne von dem chinesischen Unternehmen Yangzhou Lontrin Steel Tube angewendet.

Bezüglich der chemischen Produkte (Chemikalien aus Ethylenoxid), die vor allem in der Agrochemie, bei kosmetischen Produkten und Reinigungsprodukten verwendet werden, und die aus den USA und Deutschland kommen, wird das Antidumping durch Wertzölle realisiert. Der Prozentsatz variiert je nach Hersteller zwischen 7,4 Prozent und 59,3 Prozent. (ds)