Die Agentur für Exportförderung empfiehlt eine Intensivierung des Handels. Laut Angaben des brasilianischen Verbandes für Exportförderung und Investitionen konnten im vergangenen Jahr die Exporte durch Handelsmissionen erheblich ansteigen / Copyright: ApexBrasil

Aufgrund eines durchschnittlichen jährlichen Wachstums von fünf Prozent sieht das brasilianische Unternehmen zur Förderung von Exporten und Investitionen Apex-Brasil den afrikanischen Kontinent als guten potentiellen Partner Brasiliens. Auch in den nächsten Jahren zeigten die Indikatoren auf Wachstum. Obwohl sich die Handelsbilanz für Brasilien noch negativ darstellt, empfiehlt die Apex-Brasil weiterhin zum Ausbau des Handels. So lag die Handelsbilanz im vergangenen Jahr für Afrika bei 7,4 Milliarden US-Dollar, Brasilien hatte Waren im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar exportiert und im Wert von 17,1 Milliarden US-Dollar importiert.

Grund für das Defizit seitens Brasiliens seien die großen Mengen an importiertem Erdöl, so kommentierte die Leiterin für Marktstrategien der Apex, Ana Paula Repezza. In Zukunft solle sich dieses Defizit aber umkehren, denn es könnten zwei Tendenzen festgestellt werden: Zum einen die sinkenden Erdölpreise, und zum anderen die erhöhte Nachfrage des afrikanischen Kontinents nach verarbeiteten Lebensmittel sowie nach Maschinen und Ausstattungsmaterialien.

Afrika will vor allem in die eigene Landwirtschaft investieren, damit das Land darauf verzichten kann, große Mengen an Lebensmitteln zu importieren. Bei der heimischen Produktion gelten brasilianische Technologien als hilfreich, da diese dort gut angewandt werden können. Beim Austausch dieser Technologien spielt das brasilianische Unternehmen für Landwirtschaftsforschung (Embrapa) bereits eine große Rolle spielen.

Laut Angaben der Apex hat sich der Handelsaustausch zwischen Brasilien und Afrika in den Jahren 2002 bis 2012 um 410 Prozent erhöht. In den Jahren 2004 bis 2014 stiegen die brasilianischen Exporte in afrikanische Länder um 131 Prozent an – nennenswert sind hier Zucker, Rindfleisch, Geflügel, Getreide, Fahrzeuge und Autoteile.

Zur Intensivierung des Austauschs der beiden Länder plant die Apex Ende Oktober eine dreitägige Messe in São Paulo, die Feafro. Dabei werden rund 70 Unternehmen 24 afrikanischer Länder und 130 brasilianische Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkebranche, des Sektors für Maschinen und Ausstattung sowie des Bauwesens anwesend sein. (ds)

Quelle: Agência Brasil