Arbeitsminister Carlos Lupi, Copyright: Agência Brasil

Arbeitsminister Carlos Lupi, Copyright: Agência Brasil

Wie die Daten des brasilianischen Arbeitsamtes (Cadastro Geral de Empregados e Desempregados, kurz: Caged), die gestern von Carlos Lupi, dem Arbeitsminister, veröffentlicht wurden, verlauten lassen, konnte das Ministerium in Brasília im Monat Juli 215.393 neu geschaffene Arbeitsplätze verbuchen. So wurden 1.781.817 Personen eingestellt und nur 1.566.424 entlassen.  Vor einem Monat waren bereits 252.000 Neuanstellungen registriert worden. Dies ist nochmal eine Steigerung im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres 2010. Die Zahl der gewonnen Stellen damals betrug aber auch bereits 212.000.

Auf das Semester gerechnet stieg die Beschäftigtenzahl insgesamt um 1.414.660. Diese Zahl liegt auch wieder deutlich über der des Jahres 2010 und war seit 2002 kontinuierlich angestiegen. Man krisiterte in diesem Zusammenhang jedoch, dass oft neue Arbeitsstellen nicht fristgerecht beim Arbeitsamt gemeldet werden. Somit müssten die Daten teilweise noch nachgebessert werden.

Das brasilianische statistische Bundesamt (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) bestätigte, dass die Arbeitslosenzahl in Brasilien somit im Juni die niedrigste seit Januar 2002 sei. Gleichzeitig seien die Gehälter gestiegen. In den sechs brasilianischen Ballungsräumen betrug die Arbeitslosenquote im Monat Mai 6,4% und daraufhin im Juni 6,2%. Ökonomen gehen davon, dass diese weiter auf 6,1% sinken wird. Das durchschnittliche Gehalt eines brasilianischen Arbeiters lag im vergangenen Monat bei 1.578,50 Reais und war folglich um 4% im Vergleich zum 2010 angestiegen. (nm)