Copyright: Agência Brasil Die Proteste in Brasília führten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei. / Copyright: Agência Brasil

Während sich Mitglieder vom brasilianischen Zentralverband der Arbeitnehmer CUT vor dem Nationalkongress versammelten, um gegen den Gesetzesentwurf zu protestieren, der eine Auslagerung von Leistungen an Drittanbieter erlauben will, wurden weitere Proteste für den Dienstag (7. April) in verschiedenen Hauptstädten des Landes geplant. Verschiedene Niederlassungen des CUT im Land riefen zu Protesten in Belo Horizonte, Belém, Curitiba, in Recife, Florianópolis und Aracajú auf.

Verschiedene Unternehmer befürworten den Entwurf, damit sie endlich rechtliche Klarheit über die Vertragsgestaltung mit Drittanbietern bekommen. Der Arbeitnehmerverband fürchtet dagegen einen Verfall der Arbeitsbedingungen. Neben den Aufmärschen auf der Straße verteilte der Verband daher Flyer und organisierte Veranstaltungen sowie Debatten gegen den Entwurf, der die Übertragung von Leistungen auf Drittanbieter nicht mehr nur für Nebenleistungen, sondern auch für Kernarbeiten der zulassen will.

„Das bedeutet die Prekarisierung der Arbeit. Wir wissen, dass die Arbeiter bei Drittanbietern 25 Prozent weniger bekommen und drei Stunden pro Woche mehr arbeiten. Mit dem Gesetzesentwurf weiß man nicht, wer die Entschädigung zahlt. Ob der Auftraggeber oder Auftragnehmer. Es ist das Ende gleicher Arbeitsrechte und –bedingungen“, sagt der Präsident des CUT-Bahia, Cedro Silva.

Laut der Organisatoren nahmen rund 300 Menschen an den Protesten in der bahianischen Hauptstadt Salvador teil. In São Paulo waren es laut Militärpolizei etwa 200. (ls)

Quelle: Agência Brasil



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