Die Ministerinnen Luiza Bairros und Ideli Salvatti bei der Bekanntgabe der Arbeitsgruppe gegen Gewalt in sozialen Netzwerken / Copyright: Agência Brasil
Die Ministerinnen Luiza Bairros und Ideli Salvatti bei der Bekanntgabe der Arbeitsgruppe gegen Gewalt in sozialen Netzwerken / Copyright: Agência Brasil

Die Ministerinnen Luiza Bairros und Ideli Salvatti bei der Bekanntgabe der Arbeitsgruppe gegen Gewalt in sozialen Netzwerken / Copyright: Agência Brasil

Gestern (20.11.) kündigte das Sekretariat für Menschenrechte der Präsidentschaft eine neue Arbeitsgruppe an, die Verbrechen gegen die Menschrechte in sozialen Netzwerken überwachen und steuern wird. Ziel sei es, Beschwerden über Webseiten zu empfangen und zu analysieren, die irgendeine Art von Gewalt oder Diskriminierung beinhalten.

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Mitgliedern des Sekretariats für politische Maßnahmen zur Förderung der Rassengleichheit SEPPIR (Secretaria de Políticas de Promoção da Igualdade Racial), des Sekretariats für Frauenpolitik, der Bundespolizei, der Staatsanwaltschaft, des Ordens brasilianischer Anwälte OAB (Ordem dos Advogados do Brasil) und der Nationalen Hochschule für öffentliche Verteidigung zusammen.

Die Ministerin des Sekretariats für Menschenrechte, Ideli Salvatti, schätze es als erschreckend ein, wie sehr derartige Gewaltverbrechen in Brasilien zugenommen hätten. Laut Daten des SaferNet Brasil gäbe es einen Anstieg zwischen 300 und 600 Prozent in den Jahren 2013-2014. Aus diesem Grund müsse die Rechtsprechung Brasiliens hier auch aktualisiert werden.

Die Ministerin des SEPPIR, Luiza Bairros, betonte, dass die Arbeitsgruppe am Nationalen Tag des Bewusstseins für Schwarze verkündet wurde. Laut Bairros müssten die Werte der Demokratie und einer Entwicklung zur sozialen Eingliederung in den Netzwerken stärker gefördert werden. (ds)