In Sao Paulo sank die Arbeitslosenquote entgegen dem Trend. / Copyright: Wikimedia Commons, Ana Paula Hirama

Die Arbeitslosenrate Brasiliens ist im März auf 6,2 Prozent angestiegen, wie das brasilianische Statistikamt IBGE vermeldet. Es ist das höchste Niveau der Arbeitslosigkeit seit Mai 2011. Zudem reichte die Quote seit Juni 2013 nicht mehr an sechs Prozent heran.

Mit der neuen Entwicklung liegt die Arbeitslosigkeit auch über dem Durchschnittswert von 6,1 Prozent, definiert unter anderem von 13 Beratungshäusern und Finanzinstituten. Diese waren von einem Intervall zwischen 5,9 und 6,3 Prozent ausgegangen. Im Februar dieses Jahres lag die Quote noch bei 5,9 Prozent und im März des Vorjahres bei fünf Prozent.

Bei der Untersuchung des IGBE werden die Regionen Recife, Salvador, Belo Horizonte, Rio de Janeiro, Sao Paulo e Porto Alegre berücksichtigt. Nach Region betrachtet stieg die Arbeitslosigkeit in Recife von 7 auf 8,1 Prozent und in Salvador 10,8 auf 12 Prozent, in Rio de Janeiro von 4,2 auf 4,8 Prozent sowie in Porto Alegre von 4,7 auf  5,1 Prozent. Dagegen konnte in São Paulo ein leichtes Minus von 6,1 auf 6 Prozent verbucht werden, genauso wie in Belo Horizonte (4,9 auf 4,7 Prozent).

In absoluten Zahlen ausgedrückt stieg die Zahl der arbeitslosen Bevölkerung im dritten Monat dieses Jahres in den sechs Regionen von 75.000 im Februar auf nunmehr 1,494 Millionen an. Grund dafür war zum einen die Entlassung von 48.000 Menschen sowie der Anstieg der wirtschaftlich aktiven Beschäftigten um 27.000. (ls)

Quelle: Valor Econômico