Der Großraum São Paulo gilt als Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. / Copyright: Agência Brasil Copyright Agência Brasil

Die Wirtschaft Brasiliens durchläuft weiterhin eine Talfahrt. Auch die jüngsten Meldungen über die Beschäftigungsquote zeigen sinkende Werte. Im Großraum São Paulo, der durch seine hohe Wirtschaftskraft ein besonderer Gradmesser für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes darstellt, stieg die Erwerbslosenrate im Juli auf 13,7 Prozent. Im Juni noch befand sich diese bei 13,2 Prozent, wie aus der Studie Pesquisa de Emprego e Desemprego (PED) hervorgeht.

Damit stieg die Arbeitslosenrate in der Metropolregion im vergangenen Jahr um mehr als einen weiteren Prozentpunkt an, nachdem sie im Juli 2014 noch 11,4 Prozent betragen hatte, wie die Zeitung O Estado de São Paulo berichtet. Damit erhöhte sich der Anteil der von Erwerbslosigkeit betroffenen Bevölkerung auf rund 1,5 Millionen Personen, ein Zuwachs von 47.000 Menschen im Vergleich zum Juni. Im Monatsvergleich ist dies die sechste Steigerung in Folge. Die aktuelle Erhöhung jedoch ist „ungewöhnlich für die Jahreszeit, in der normalerweise Stabilität oder Rückgang“ der Arbeitslosigkeit stattfinden, heißt es im Bericht der Stiftung Seade.

Parallel zum Rückgang der Beschäftigtenzahlen ging im Juli auch die wirtschaftliche Produktivität pro Kopf zurück und sank um 1,5 Prozent auf 1.928 Reais (circa 476 Euro), wie der Estado de S. Paulo berichtet. Zugleich hat sich der durchschnittliche Arbeitslohn um 0,4 Prozent auf einen Wert von 1.953 Reais (etwa 480 Euro) verringert.

Die Studie der Stiftung Seade und des gewerkschaftseigenen Instituts für Wirtschaftsforschung, Dieese, wurde am vergangen Mittwoch (24.8.) der Öffentlichkeit vorgestellt. (ms)

Quelle: Estado de S. Paulo