Der brasilianische Arbeitsminister Carlos Lupi / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Arbeitsminister Carlos Lupi / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Arbeitsminister Carlos Lupi äußerte sich gestern (09.11.) zu den Korruptionsvorwürfen: Seine Partei (PDT) sowie die Presse wären bereits über die Fakten aufgeklärt worden und die Vorwürfe seien unberechtigt. Diese bestanden darin, dass Bestechungsgelder im Arbeitsministerium gezahlt worden seien.

„Wir haben schon die Antworten gegeben, die wir geben mussten, haben Dokumente vorgelegt und der Oberstaatsanwalt Brasiliens hat sein Urteil verkündet“, so teilte Lupi bei der Eröffnung des Treffens zu Strategien zur Einbeziehung städtischer Produktivität in das Programm „Brasilien ohne Elend“ (Programa Brasil sem Miséria) mit.

Lupi versicherte noch einmal, dass das Team, was mit ihm arbeite von der Partei PDT keine Bestechungsgelder verlangt habe, aber er erinnerte auch daran, dass im Ministerium ca. 10.000 Angestellte tätig seien. Er könne demnach nicht ausschließen, dass jemand in einer anderen Abteilung in derartige Prozesse verwickelt wäre. Wenn das der Fall sei, müsse diese Person auch mit den Konsequenzen rechnen.

Der Minister bezeichnete die Vorwürfe als unberechtigt sowie unverantwortlich und bat, andere als ihn zur Verantwortung zu ziehen.

Über den Bericht des Rechnungshofes Brasiliens (Tribunal de Contas da União, kurz: TCU), der Verträge ohne Kontrolle im Ministerium aufdeckte, äußerte sich Lupi, dass 186 dieser Verträge tatsächlich nicht dem Integrierten System der Finanzverwaltung (Sistema Integrado de Administração Financeira, kurz: SIAFI) zur Verfügung gestellt wurden.

Lupi glaubt an das Positive und die Ehrlichkeit in Brasilien und bekundete, dass er ein reines Gewissen habe. Viele Menschen hätten dieses Vertrauen nicht und müssten bestimmte Skandale provozieren. (ds)