Der Arbeitsminister Manoel Dias verteidigt Quotengesetze / Copyright: Agência Brasil
Der Arbeitsminister Manoel Dias verteidigt Quotengesetze / Copyright: Agência Brasil

Der Arbeitsminister Manoel Dias verteidigt Quotengesetze / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Arbeitsminister Manoel Dias äußerte sich gestern (29.07.) zur Frage der Gleichheit der Bevölkerung Brasiliens und verteidigte in diesem Zusammenhang Quotengesetze. Dias hatte an den Feierlichkeiten zum 22. Jahrestag des Quotengesetzes (Lei de Cotas) in São Paulo teilgenommen. „Wir sind ein Land, das lange Zeit sehr egoistisch war, in dem es eine Elite gab, die nur an sich dachte und die vergaß, dass wir alle gleich sind. Um diese Zeit wieder gutzumachen, müssen wir Quoten schaffen.“ Das bedeute dann auch die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt.

Laut des Ministers seien Änderungen wichtig, wie die, die der Papst Franziskus bei seinem Besuch in Brasilien angepriesen hatte, darunter mehr Menschlichkeit und Solidarität unter den Brasilianern. Auch die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hätte dem Arbeitsministerium geraten, die Stimmen des Volkes auf der Straße zu erhören und auch Fristen bei Vorgängen einzuhalten. Man wolle damit der Nachfrage der arbeitenden Bevölkerung gerecht werden.

Dias informierte weiterhin darüber, dass auf der 102. Internationalen Arbeitskonferenz in Genf und beim Gipfeltreffen der G-20 (Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer) eines der Hautthemen die Verteidigung von ausgeglichenen Arbeitsbedingungen für alle gewesen sei.

Laut neuesten Daten des Industrieverbandes von São Paulo FIESP hätte es in den letzten Jahren im Bundesstaat einen signifikanten Anstieg von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt gegeben. In São Paulo verzeichnet man ein Drittel der Arbeitsangebote des gesamten Landes. In ganz Brasilien gab es 2010 306.013 und 2011 325.291 freie Stellen. (ds)