Die brasilianische Arbeits- und Sozialversicherungskarte CTPS (Carteira de Trabalho e Previdência Social)

von Dr. Julia Geide, Rödl & Partner, Berlin

Die brasilianische Arbeits- und Sozialversicherungskarte CTPS (Carteira de Trabalho e Previdência Social) / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Arbeits- und Sozialversicherungskarte CTPS (Carteira de Trabalho e Previdência Social) / Copyright: Agência Brasil

Brasilien ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner und Investitionsstandort deutscher Unternehmen in Südamerika und einer der wenigen großen Wachstumsmärkte der Welt. Das Land ist mit seinen kontinentalen Ausmaßen und den außergewöhnlichen Rohstoffreserven heute aufgrund seiner demokratischen Staatsform und stabilen Wirtschaft zentraler Bestandteil in der weltweiten Unternehmensorganisation – gerade auch vieler mittelständisch geprägter Unternehmen aus Deutschland.

Gleichzeitig birgt im Zusammenspiel mit dem steuerlichen und gesellschaftsrechtlichen Umfeld die Bewältigung arbeitsrechtlicher Gegebenheiten große Herausforderungen für deutsche Auslandstöchter. Im brasilianischen Arbeitsrecht sowie auch in der angewandten Rechtsprechung ist der Protektionismus zugunsten des Arbeitnehmers ein ständig präsenter Leitgedanke.

Gesetze und Verträge werden in der Regel ausschließlich zugunsten der Arbeitnehmer ausgelegt und zuweilen auch, falls nötig, jenseits richterlicher Willkürgrenzen sprachlich zum gewollten Ergebnis hin „bemüht“. Dies hat sich mittlerweile herumgesprochen und so wird sich jedes Unternehmen früher oder später mit „findigen“ Arbeitnehmern beziehungsweise deren Anwälten – die häufig auf Erfolgsbasis arbeiten – auseinandersetzen. Urteile fallen regelmäßig so einseitig zugunsten des vermeintlich Schützenswerten aus wie zuerkannte Abfindungen hoch sind. Unternehmen sind an dieser Stelle gut beraten, sich durch klare und vor allem trittfeste Vereinbarungen auf das Möglichste abzusichern und erforderlichenfalls der Schadenskontrolle Priorität einzuräumen.

Rödl & Partner hat eine Broschüre erstellt, die einen Überblick über die im brasilianischen Arbeitsrecht relevanten Regelungen und deren Bedeutung für die unternehmerische Praxis vermittelt. Insbesondere werden einige relevante Themen vorgestellt, deren Behandlung signifikant vom deutschen Arbeitsrecht abweicht und/oder Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Auch grenzüberschreitende Sachverhalte (vor allem Entsendungen) werden in der Publikation angesprochen. Vor wichtigen Personalentscheidungen ist eine einzelfallbezogene Analyse und rechtliche Beratung dringend zu empfehlen.

Die Broschüre kann hier (als PDF) heruntergeladen werden.

 

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Über Rödl & Partner:

Rödl & Partner verfügt über ein Team von mehr als 40 brasilianischen und deutschen Wirtschaftsprüfern und Beratern in São Paulo, zum Teil zweisprachig deutsch und portugiesisch, mehrere sprechen weitere Sprachen. Dieses Team wird von einer zentralen Gruppe in Deutschland unterstützt, mit der gemeinsam deutsche Unternehmen über Zeitzonen und Sprachgrenzen hinweg umfassend begleitet werden. In Brasilien betreut das Team, das auf mehrere Jahrzehnte Erfahrung in der Begleitung deutscher Unternehmen in Brasilien zurückblickt, Unternehmen aus Deutschland aller Branchen und Größen in allen Fragen der Wirtschaftsprüfung, Buchhaltung, Steuerberatung und Rechtsberatung.

Ferner leistet Rödl & Partner Beratung bei der Gestaltung von Investitionen, der Gründung von Unternehmen, Unternehmenskauf (Due Diligence), Klärung von Fragen des Arbeitsrechts, Abschätzen von Unternehmensrisiken und der Registrierung von Geschäften bei der brasilianischen Zentralbank.

Weitere Informationen zu Rödl & Partner unter: www.roedl.de

Ansprechpartner bei Rödl & Partner sind:

In Brasilien:
Dirk Beuth
, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
Email: dirk.beuth(a)roedl.pro
Tel.: +55 (11) 50 94 – 60 63

In Deutschland:
Dr. Marcus Felsner, Rechtsanwalt, Geschäftsführender Partner
Email: marcus.felsner(a)roedl.pro
Tel.: +49 (9 11) 91 93 – 30 20